Abbau auf dem Kirchplatz
Am Donnerstagmorgen wurde das bekannte Tier-Bänkli von Erwin Schatzmann vom Kirchplatz in Winterthur abgebaut und vom Künstler nach Hause gebracht. Die Stadt Winterthur informierte über ihren Instagram-Kanal über das Ende des öffentlichen Standorts.
Grund: Beschädigung und fehlende Sicherung
Der Hundekopf der Skulptur war laut Berichten nicht mehr sicher befestigt. Wind, Witterungseinflüsse und die intensive Nutzung der Sitzgelegenheit haben dem Werk zugesetzt. Trotz einer Restaurierung im April 2024 war die Befestigung offenbar nicht dauerhaft tragfähig, so dass ein weiterer Verbleib am bisherigen Standort nicht realisierbar erschien.
Bedeutung für das Stadtbild
Das von Schatzmann 2008 geschaffene Bänkli prägte die Sitzlandschaft auf dem Kirchplatz und galt als lokales Kultobjekt. Es vereint mehrere Tiergestalten und war über Jahre ein wiedererkennbarer Teil des öffentlichen Raums in der Innenstadt. Der Abtransport verändert das gewohnte Erscheinungsbild dieses zentralen Platzes und dürfte bei regelmässigen Nutzern und Passantinnen eine Lücke hinterlassen.
- Künstler: Erwin Schatzmann
- Erstellungsjahr: 2008
- Restaurierung: April 2024
- Ort: Kirchplatz, Winterthur
| Bestandteil | Bemerkung |
|---|---|
| Tierfiguren | Schlange, Biber, Dachs, Bär und Hund (Volksname: Wauwau-Bänkli) |
| Zustand | Hundekopf nicht mehr sicher befestigt; Witterungsschäden |
| Aktion | Abbau durch den Künstler und Abtransport |
Folgen und offene Fragen
Für die Stadt stellt sich die Frage, ob und in welcher Form das Bänkli künftig wieder öffentlich zugänglich sein wird: eine erneute Restaurierung und Wiedermontage, ein veränderter Standort oder ein dauerhafter Rückzug des Werks sind denkbare Optionen. Konkrete Ankündigungen dazu liegen derzeit nicht vor. Für die Bevölkerung bedeutet der Abbau kurzfristig weniger Sitzgelegenheiten auf dem Kirchplatz und den Verlust eines vertrauten städtischen Symbols.
Die Situation zeigt zudem die Herausforderung im Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum: Regelmässige Nutzung, Witterungseinflüsse und Sicherheitsanforderungen müssen gegen den Erhalt gestalterischer Identität abgewogen werden. Ob die Stadt oder der Künstler eine Lösung anstreben, bleibt abzuwarten.