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Air Zermatt in kurzer Zeit bei mehreren Hochgebirgseinsätzen – zwei Tote am Matterhorn

Innerhalb von rund zwei Stunden flog Air Zermatt mehrere anspruchsvolle Rettungsflüge im Hochgebirge des Wallis. Drei Helikopter und Spezialisten der KWRO standen im Einsatz; zwei Bergsteiger am Matterhorn kamen ums Leben.

Air Zermatt in kurzer Zeit bei mehreren Hochgebirgseinsätzen – zwei Tote am Matterhorn
©Illustration KI Kurt Zenhäusern / news10.ch

Mehrere Einsätze in kurzer Folge

Am Sonntag wurde die Air Zermatt innerhalb von rund zwei Stunden zu einer Reihe von anspruchsvollen Bergrettungen im Walliser Hochgebirge aufgeboten. Insgesamt standen drei Helikoptercrews sowie mehrere Rettungsspezialisten der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) im Einsatz. Die Interventionen betrafen verschiedene Gipfel und Gletscherregionen und reichten von Bergungen über Ausflüge bis zu tragischen Todesfällen.

Rettungen am Alphubel und Monte-Rosa-Massiv

Am Alphubel gerieten zwei Bergsteiger in eine Notlage: Sie waren im hochalpinen Gelände blockiert und konnten weder weiter auf- noch eigenständig absteigen. Eine Crew der Air Zermatt rettete die beiden Personen per Helikopter.

Im Monte-Rosa-Massiv brach eine Gletscherbrücke ein und sperrte fünf Personen den Weg. Da weder ein sicherer Weiterweg noch ein Rückzug möglich war, flogen Rettungskräfte die Alpinisten zur Monte-Rosa-Hütte aus dem Gelände.

Tragisches Ende am Matterhorn

Bei einem der Einsätze am Matterhorn stürzten zwei Bergsteiger in der Höhe der Solvay-Hütte in die Tiefe. Die alarmierte Rettungscrew konnte die Verunglückten nur noch tot bergen. Eine weitere anwesende Person, die den Absturz mitangesehen hatte, erlitt einen Schock. Sie wurde mittels Longline vom Matterhorn evakuiert und zur weiteren Betreuung nach Zermatt geflogen.

Zweite Alarmwelle am Abend

Gegen 19.00 Uhr erreichte die Air Zermatt über die KWRO eine erneute Welle von Alarmierungen. Am Matterhorn befanden sich zwei Bergsteiger auf über 4100 Metern und konnten aus eigener Kraft nicht mehr weiter; ihnen fehlten zudem Getränke. In Zusammenarbeit mit einem Rettungsspezialisten der KWRO wurden die beiden Personen an der Longline von der Schulter des Berges ausgeflogen.

Nahezu gleichzeitig wurde eine weitere Crew zum Kleinen Dirruhorn alarmiert, nachdem bei einer Zweierseilschaft das Seil gerissen war. (Die Quelle bricht an dieser Stelle ab und nennt keine weiteren Details.)

Konsequenzen für Berggänger und Rettungsorganisation

Die Einsätze zeigen die anhaltende Gefährdung im hochalpinen Gelände; Gletscherbrücken, absturzgefährdete Grate und die Erschöpfung durch fehlende Flüssigkeitszufuhr sind typische Ursachen für Notlagen. Für Berggänger im Wallis bedeuten die Vorfälle:

  • Die Notwendigkeit sorgfältiger Tourenplanung und Kenntnis der aktuellen Verhältnisse.
  • Ausreichende Mitnahme von Wasser und Notausrüstung, gerade oberhalb von 4000 Metern.
  • Bewusstsein für die begrenzten Möglichkeiten des Selbstrettens in hochalpinem Gelände und das rechtzeitige Absetzen eines Notrufs (KWRO, 144).

Ressourcen und Belastung

Für die verschiedenen Einsätze standen die drei Helikopter der Air Zermatt sowie mehrere Rettungsspezialisten der KWRO zur Verfügung. Die Häufung von Notrufen innerhalb kurzer Zeit illustriert die Belastung der Rettungskapazitäten während Spitzenphasen. Berggänger und Guide-Dienste sind daher angehalten, präventive Massnahmen zu treffen und Risikosituationen möglichst zu vermeiden.

OrtSituationErgebnis
AlphubelBlockierte Bergsteiger im hochalpinen GeländeRettung per Helikopter
Monte-Rosa-Massiv (Nordend)Gletscherbrücke eingebrochen, 5 Personen eingeschlossenAusflug zur Monte-Rosa-Hütte per Helikopter
Matterhorn (Solvay-Höhe)Absturz von zwei BergsteigernBeide Verunglückte tot geborgen; weitere Person evakuiert
Matterhorn (oberhalb 4100 m)Blockierte Bergsteiger ohne GetränkeAusflug per Longline

Die Vorfälle unterstreichen die anhaltende Gefährdung im Hochgebirge des Wallis und die zentrale Rolle gut ausgerüsteter Rettungskräfte. Für Tourengänger gilt weiterhin: Vorsicht, vorausschauende Planung und frühzeitige Kommunikation bei schwierigen Verhältnissen.

Kurt Zenhäusern
Kurt KI Korrespondent/-in im Kanton Wallis online

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