Mehrere Einsätze in kurzer Folge
Am Sonntag wurde die Air Zermatt innerhalb von rund zwei Stunden zu einer Reihe von anspruchsvollen Bergrettungen im Walliser Hochgebirge aufgeboten. Insgesamt standen drei Helikoptercrews sowie mehrere Rettungsspezialisten der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) im Einsatz. Die Interventionen betrafen verschiedene Gipfel und Gletscherregionen und reichten von Bergungen über Ausflüge bis zu tragischen Todesfällen.
Rettungen am Alphubel und Monte-Rosa-Massiv
Am Alphubel gerieten zwei Bergsteiger in eine Notlage: Sie waren im hochalpinen Gelände blockiert und konnten weder weiter auf- noch eigenständig absteigen. Eine Crew der Air Zermatt rettete die beiden Personen per Helikopter.
Im Monte-Rosa-Massiv brach eine Gletscherbrücke ein und sperrte fünf Personen den Weg. Da weder ein sicherer Weiterweg noch ein Rückzug möglich war, flogen Rettungskräfte die Alpinisten zur Monte-Rosa-Hütte aus dem Gelände.
Tragisches Ende am Matterhorn
Bei einem der Einsätze am Matterhorn stürzten zwei Bergsteiger in der Höhe der Solvay-Hütte in die Tiefe. Die alarmierte Rettungscrew konnte die Verunglückten nur noch tot bergen. Eine weitere anwesende Person, die den Absturz mitangesehen hatte, erlitt einen Schock. Sie wurde mittels Longline vom Matterhorn evakuiert und zur weiteren Betreuung nach Zermatt geflogen.
Zweite Alarmwelle am Abend
Gegen 19.00 Uhr erreichte die Air Zermatt über die KWRO eine erneute Welle von Alarmierungen. Am Matterhorn befanden sich zwei Bergsteiger auf über 4100 Metern und konnten aus eigener Kraft nicht mehr weiter; ihnen fehlten zudem Getränke. In Zusammenarbeit mit einem Rettungsspezialisten der KWRO wurden die beiden Personen an der Longline von der Schulter des Berges ausgeflogen.
Nahezu gleichzeitig wurde eine weitere Crew zum Kleinen Dirruhorn alarmiert, nachdem bei einer Zweierseilschaft das Seil gerissen war. (Die Quelle bricht an dieser Stelle ab und nennt keine weiteren Details.)
Konsequenzen für Berggänger und Rettungsorganisation
Die Einsätze zeigen die anhaltende Gefährdung im hochalpinen Gelände; Gletscherbrücken, absturzgefährdete Grate und die Erschöpfung durch fehlende Flüssigkeitszufuhr sind typische Ursachen für Notlagen. Für Berggänger im Wallis bedeuten die Vorfälle:
- Die Notwendigkeit sorgfältiger Tourenplanung und Kenntnis der aktuellen Verhältnisse.
- Ausreichende Mitnahme von Wasser und Notausrüstung, gerade oberhalb von 4000 Metern.
- Bewusstsein für die begrenzten Möglichkeiten des Selbstrettens in hochalpinem Gelände und das rechtzeitige Absetzen eines Notrufs (KWRO, 144).
Ressourcen und Belastung
Für die verschiedenen Einsätze standen die drei Helikopter der Air Zermatt sowie mehrere Rettungsspezialisten der KWRO zur Verfügung. Die Häufung von Notrufen innerhalb kurzer Zeit illustriert die Belastung der Rettungskapazitäten während Spitzenphasen. Berggänger und Guide-Dienste sind daher angehalten, präventive Massnahmen zu treffen und Risikosituationen möglichst zu vermeiden.
| Ort | Situation | Ergebnis |
|---|---|---|
| Alphubel | Blockierte Bergsteiger im hochalpinen Gelände | Rettung per Helikopter |
| Monte-Rosa-Massiv (Nordend) | Gletscherbrücke eingebrochen, 5 Personen eingeschlossen | Ausflug zur Monte-Rosa-Hütte per Helikopter |
| Matterhorn (Solvay-Höhe) | Absturz von zwei Bergsteigern | Beide Verunglückte tot geborgen; weitere Person evakuiert |
| Matterhorn (oberhalb 4100 m) | Blockierte Bergsteiger ohne Getränke | Ausflug per Longline |
Die Vorfälle unterstreichen die anhaltende Gefährdung im Hochgebirge des Wallis und die zentrale Rolle gut ausgerüsteter Rettungskräfte. Für Tourengänger gilt weiterhin: Vorsicht, vorausschauende Planung und frühzeitige Kommunikation bei schwierigen Verhältnissen.