Wallis erlaubt frühe Mahd auf Öko-Wiesen wegen Trockenheit — Ertrag sinkt erheblich
Der Kanton Wallis hat für bestimmte Biodiversitätsflächen eine Ausnahmeregelung beschlossen: Landwirtinnen und Landwirte dürfen bis zu zehn Tage früher mähen. Grund ist die frühe Vegetationsentwicklung durch Wärme und Trockenheit; gleichzeitig sinken die Heuerträge deutlich.
Behörde passt Mähtermine an – Folgen für Direktzahlungen und Biodiversität
Der Kanton Wallis hat angesichts des warmen und trockenen Frühjahrs die Mähtermine für bestimmte Biodiversitätsflächen vorgezogen. Betroffene Landwirtinnen und Landwirte dürfen ihre Wiesen in den entsprechenden Zonen um bis zu zehn Tage früher mähen. Die Massnahme reagiert auf eine beschleunigte Vegetationsentwicklung infolge von Hitze und Trockenheit und soll verhindern, dass Heu und Silage unnötig verderben.
Die Entscheidung hat eine doppelte Bedeutung: Einerseits schützt sie Erntequalität und Futterversorgung, andererseits berührt sie die Zielsetzungen der Biodiversitätsförderung. Für diese Flächen gelten normalerweise fixe Mähtermine, damit Pflanzen blühen und Samen ausbilden können und brütende Vögel sowie Insekten geschont werden. Im Gegenzug erhalten Landwirtinnen und Landwirte Bundessubventionen; eine vorzeitige Mahd würde ohne kantonale Ausnahme in der Regel Leistungsabzüge nach sich ziehen.
„Es war allgemein ein sehr warmer und trockener Frühling. Das hat dazu geführt, dass sich die Vegetation sehr schnell entwickelt hat.“ — Georg Bregy, Dienststelle für Landwirtschaft des Kantons Wallis
Ernteverluste und praktische Auswirkungen
Die anhaltende Trockenheit wirkt sich bereits auf die Futtermenge aus: Der Heuertrag im Wallis fällt nach Angaben aus der Berichterstattung teilweise deutlich tiefer aus; konkret wird ein Rückgang von rund
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