Abschied in Le Châble: Zahlreiche Weggefährten und Fans kamen zusammen
In der Pfarrkirche St-Maurice de Bagnes in Le Châble fand am Donnerstag die Beerdigung von Roland Collombin statt. Dem ehemaligen Ski-Champion erwiesen mehr als 600 Personen die letzte Ehre; weitere rund 70 Menschen verfolgten die Zeremonie auf einer grossen Leinwand, die ausserhalb der Kirche aufgestellt worden war, weil die Kapazität im Innern begrenzt war.
Weggefährten aus Sport und Politik würdigen Leben und Wirken
Zahlreiche ehemalige und aktive Skifahrer nahmen an der Trauerfeier teil. Unter den Anwesenden waren bekannte Persönlichkeiten des Schweizer Skisports wie Bernhard Russi, Pirmin Zurbriggen und Philippe Roux. Auch Vertreter der kantonalen Behörden zeigten ihre Anteilnahme: Der Präsident der Walliser Regierung, Christophe Darbellay, sowie Stéphane Ganzer, Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport, wohnten der Zeremonie bei. Ganzer hob Collombin als «Ikone des Wallis» hervor und betonte dessen Menschlichkeit und starken Charakter.
Erinnerungen an Karriere und Schicksal
Die rednerischen Erinnerungen verbanden sportliche Leistungen mit dem persönlichen Schicksal des Verstorbenen. Ein einschneidendes Ereignis war die Bodenwelle in Val d'Isère 1975, die das Ende seiner aktiven Rennkarriere markierte. Diese Episode wurde in der Trauerrede als Metapher genutzt: die Herausforderung, die es zu überwinden galt, wurde zum Symbol für Collombins späte Lebensjahre, in denen er der Situation mit Gelassenheit begegnete.
„Wieder einmal bringt Roland die Welt zusammen“, sagte Jean-Marie Lovey, Bischof der Diözese Sitten, während der Zeremonie.
Auch ausserhalb der Landesgrenzen ist Collombins Name mit prägenden Momenten des Schweizer Skisports verbunden. Ein Alt-Bundesrat erinnerte in seinem Beitrag an mediale Höhepunkte wie die Olympischen Spiele in Sapporo, die weite Teile der Schweiz vor den Fernsehern vereinten, sowie an persönliche Anekdoten, die Collombins Präsenz in Erinnerung riefen.
Konkrete Folgen für die Bevölkerung
Der Abschied von Roland Collombin ist nicht nur ein Verlust für den Schweizer Skisport, sondern trifft das Wallis als Heimatregion. Die grosse Anteilnahme zeigt, wie sehr Collombin als Identifikationsfigur wahrgenommen wurde. Für lokale Veranstalter und Sportvereine bedeutet dies verstärkte Aufmerksamkeit für die Förderung von Nachwuchssportlern und die Pflege des regionalen Sportgedächtnisses. Erwähnenswert ist auch, dass öffentliche Orte und Gedenkveranstaltungen in den kommenden Wochen vermehrt besucht werden könnten, da Fans und Weggefährten Gelegenheit suchen, persönlich Abschied zu nehmen.
Wichtige Eckdaten zur Trauerfeier
- Ort: Pfarrkirche St-Maurice de Bagnes, Le Châble
- Teilnehmende: über 600 Personen im Kirchenraum; rund 70 Personen verfolgten die Zeremonie auf Leinwand
- Prominente Anwesende: Bernhard Russi, Pirmin Zurbriggen, Philippe Roux, Christophe Darbellay, Stéphane Ganzer
| Person | Rolle / Beziehung |
|---|---|
| Bernhard Russi | Skilegende, Weggefährte |
| Pirmin Zurbriggen | Skifahrer, Teilnehmer an der Zeremonie |
| Christophe Darbellay | Präsident der Walliser Regierung |
Die Trauerfeier war geprägt von persönlichen Erinnerungen, religiösen Elementen und einem starken Zeichen der Gemeinschaft. Roland Collombin bleibt im Wallis als Sportpersönlichkeit und Mensch in Erinnerung.