Trockenheit nach Mai und Juni sorgt für gespannte Lage
Die Schweiz erlebt derzeit eine anhaltende Trockenperiode: Nach einem niederschlagsarmen Mai und Juni bleibt das Wetter in den nächsten Tagen überwiegend heiss und trocken. Die ausgetrocknete Vegetation wirkt vielerorts wie Zunder, weshalb die Behörden die Waldbrandgefahr deutlich erhöht einschätzen.
Gefahrenstufen und betroffene Regionen
Die Einschätzung der Lage ist regional unterschiedlich, doch die Bandbreite reicht von erhöhtem Risiko bis hin zu sehr grosser Gefahr:
- Fast im ganzen Land ist die Waldbrandgefahr derzeit erheblich bis gross.
- Im Wallis und im Churer Rheintal ist die Lage besonders angespannt; dort herrscht stellenweise sehr grosse Gefahr.
- Als Folge der Trockenheit sind Fluss- und Seenstände vielerorts deutlich reduziert; der Bodensee hat für diese Jahreszeit einen Rekordtiefstand erreicht.
| Region | Aktuelle Gefahrenstufe |
|---|---|
| Wallis | Sehr grosse Gefahr |
| Churer Rheintal | Sehr grosse Gefahr |
| Mehrere Kantone (bundesweit) | Erheblich bis gross |
Behördliche Massnahmen und Verhaltensempfehlungen
In mehreren Kantonen sind bereits konkrete Einschränkungen in Kraft oder angekündigt worden. So gilt in den Kantonen Wallis, Tessin und in Teilen von Graubünden ein absolutes Feuerverbot. Dieses umfasst offenes Feuer, Grillieren in der freien Natur und das Abbrennen von Feuerwerk oder anderen pyrotechnischen Gegenständen, sofern nicht ausdrücklich anders geregelt.
- Feuerverbote sind bindend: Zuwiderhandlungen gefährden Menschenleben und können straf- oder polizeirechtlich verfolgt werden.
- Vermeiden Sie in der Natur das Parkieren auf trockenen Grasflächen (warme Katalysatoren können Funken verursachen) und entsorgen Sie Glas und Abfälle korrekt.
- Melden Sie Rauch- oder Feuersichtungen sofort den lokalen Notdiensten.
Wetterausblick: Keine flächendeckende Entspannung in Sicht
Entgegen einem schnellen Ende der Trockenheit ist derzeit keine flächendeckende Erholung zu erwarten. Zwar können ab Freitag in den Alpen vereinzelt Hitzegewitter entstehen, doch diese bringen nur lokal und punktuell Niederschlag. Ein nachhaltiger, landesweiter Landregen, der die Situation deutlich entschärfen würde, ist nicht in Sicht.
Folgen und Ausblick
Die anhaltende Trockenheit wirkt sich nicht nur auf das Brandrisiko aus, sondern auch auf die Wasserverfügbarkeit und ökonomische Bereiche wie Landwirtschaft, Energieerzeugung und Verkehr. Solange sich keine grossräumige, anhaltende Niederschlagslage einstellt, bleiben die Behörden gefordert, die Lage zu überwachen und gegebenenfalls weitere Einschränkungen zu erlassen.
Wichtig: Halten Sie sich an lokale Feuerverbote und Verhaltensregeln. Bereits ein kleiner Funke kann unter den aktuellen Bedingungen einen grossen Schaden auslösen.