Transfermarkt: Biel als möglicher Nutzniesser
Auf dem europäischen wie nordamerikanischen Transfermarkt stehen derzeit drei Spieler mit Schweizer Lizenz im Rampenlicht: Philipp Kurashev (26), Thomas Bordeleau (24) und Vincenz Rohrer (21). Für die Bevölkerung in Biel und die Organisation des EHC Biel sind insbesondere Kurashev und Bordeleau von Interesse, da beide im Fall eines Nicht-Vertrags in der NHL als Kandidaten für die National League (NL) genannt werden.
Gemäss vorliegenden Informationen sind Kurashev und Bordeleau derzeit Free Agents. Das bedeutet, sie haben aktuell keine vertragliche Bindung in der NHL und könnten von jeder Organisation verpflichtet werden. Beide versuchen laut den Berichten noch in den kommenden Wochen, wieder einen Platz in einer NHL-Organisation zu ergattern. Scheitert dieser Versuch, wird die National League zu einer realistischen Option.
Warum Biel eine Rolle spielt
Die Berichterstattung nennt konkrete Beziehungsnetzwerke als Faktor für die möglichen Wechsel. Bei Philipp Kurashev werden die ZSC Lions als Favorit erwähnt; der ZSC-Sportchef Sven Leuenberger habe persönliche Verbindungen zur Familie Kurashev. Gleichzeitig wird Biel als möglicher Standort für Thomas Bordeleau genannt. Bordeleau ist Sohn des einst in Biel und beim SC Bern aktiven Sébastien Bordeleau. Die Verbindungen innerhalb der Szene sind beim Vergleich der Optionen ein gewichtiger Aspekt.
«Es hat gar keinen Sinn, dass ich mich bemühe. Sven wird das Rennen machen …»
Dieses, in den Quellen wiedergegebene Zitat eines Sportchefs verweist auf die personellen und finanziellen Unterschiede zwischen NL-Organisationen. Für Biel ist relevant, dass der Klub in der öffentlichen Debatte als möglicher Nutzniesser bei der Verpflichtung Bordeauss gilt. Entscheidend dafür sind nicht nur sportliche, sondern auch persönliche Bande: Biels Sportchef Martin Steinegger und Trainer Christian Dubé gehörten gemeinsam mit Sébastien Bordeleau zum Meisterteam des SC Bern von 2004 und pflegen demnach Kontakte, die in einer Transferphase Bedeutung haben können.
Sportliche Ausgangslage der Spieler
Die bisher verfügbaren Leistungsdaten aus nordamerikanischen Profiligen liefern zusätzliche Einordnungen, wie attraktiv ein Engagement in Biel oder anderswo in der NL wäre. Die Zahlen, wie sie in den Quellen genannt sind:
- Philipp Kurashev – Saison in San José: 43 Spiele, 20 Punkte.
- Thomas Bordeleau – bislang insgesamt: 44 NHL-Spiele, 18 Punkte.
- Vincenz Rohrer – als 21-Jähriger mit Schweizer Lizenz genannt; keine NHL-Statistiken in den gelieferten Quellen.
| Spieler | Alter | NHL-Spiele | Punkte (NHL/Saisonangabe) |
|---|---|---|---|
| Philipp Kurashev | 26 | 43 | 20 (Saison San José) |
| Thomas Bordeleau | 24 | 44 | 18 (bisher total) |
| Vincenz Rohrer | 21 | - | - |
Die Zahlen deuten darauf hin, dass Kurashev zuletzt eine solide Produktivität in der NHL-Saison gezeigt hat und damit noch reelle Chancen auf einen NHL-Vertrag besitzt. Bordeleau hat in mehreren Jahren versucht, sich in der NHL zu etablieren, bisher aber nur sporadische Einsätze erreicht. Sollte beiden Spielern ein Verbleib in Nordamerika nicht gelingen, würden sie für die National League interessant.
Konkrete Auswirkungen für Biel
Für den EHC Biel hätte die Verpflichtung eines dieser Spieler mehrere Effekte: sportlich könnte insbesondere ein etablierter Stürmer die Kaderqualität erhöhen und Chancen auf bessere Platzierungen in der NL schaffen; wirtschaftlich und publizistisch würde ein namhafter Zugang das Zuschauerinteresse und Sponsoringpotenzial verstärken. Aus Sicht der Klubführung sind persönliche Beziehungen zu Spielern und deren Umfeld zudem ein Vorteil im Wettbewerb mit anderen NL-Teams.
Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie sich die nächsten Wochen auf dem Transfermarkt entwickeln. Entscheidend für Biel ist, ob Kurashev oder Bordeleau kurzfristig einen NHL-Vertrag erhalten. Beide Spieler führen aktuell Versuche in Nordamerika fort; nur im Fall eines Scheiterns an diesen Bemühungen würde die National League konkret ins Zentrum rücken.
Für die Öffentlichkeit in Biel bedeutet dies: Die Sommermonate könnten sportlich spannend werden. Die Klubs in der NL, so auch Biel, stehen bereit, aber Entscheidungen werden von mehreren Faktoren geprägt – sportliche Leistung, vertragliche Entwicklungen in Nordamerika und die nach wie vor wichtigen persönlichen Verbindungen zwischen Spielern, Familien und Sportchefs.