Rochadebau sichert Betrieb während Grosssanierung
Die Universität Zürich plant auf dem Campus Irchel einen umfassenden Rochadebau, damit die Lehre und Forschung während geplanter Sanierungen der bestehenden Gebäude weiterlaufen können. Gemäss Mitteilung der Baudirektion beträgt die Gesamtsumme für das Ausweichgebäude 655 Millionen Franken. Davon sind bereits 543 Millionen Franken gebunden; 112 Millionen Franken würden als neue Ausgaben beim Kantonsrat beantragt.
Der Ersatzbau soll ein Hybridbau aus Holz und Beton werden. Vorgesehen sind ein sechsgeschossiges Hauptgebäude mit Hörsälen, Seminarräumen sowie Lehr- und Arbeitsplätzen und ein fünfstöckiger Labortrakt mit Büros und Begegnungszonen. Zudem sollen die gebäudetechnischen Anlagen, die aktuell den Campus mit Wärme, Kälte, Strom, Luft und Wasser versorgen, in dem Neubau untergebracht werden.
Der Zeitplan sieht vor, dass das Ausweichgebäude im Jahr 2035 bezugsbereit ist. Ziel ist, dass der Studien- und Betriebsalltag für Studierende und Mitarbeitende während der Sanierungsarbeiten so normal wie möglich weitergeht.
Wesentliche Zahlen auf einen Blick
| Position | Betrag (Fr.) |
|---|---|
| Gesamtkosten Rochadebau | 655'000'000 |
| Bisher gebundene Mittel | 543'000'000 |
| Neu zu beantragender Kredit | 112'000'000 |
Auswirkungen für Stadt, Studierende und Personal
Die Planung des Rochadebaus hat mehrere direkte Folgen:
- Die Universität kann den Lehrbetrieb während der Sanierungen aufrechterhalten, was Studierendensemester und Forschungsvorhaben stabilisieren soll.
- Die gebäudetechnischen Anlagen werden zentralisiert, was langfristig die Betriebssicherheit und Wartung vereinfachen könnte.
- Für den Kanton Zürich bedeutet der Neubau eine substanzielle Investition in die Hochschulinfrastruktur und erfordert die Zustimmung des Kantonsrats für den zusätzlichen Kredit.
Für Anwohnende und die Stadträume rund um Irchel dürften die Bauarbeiten über Jahre mit Verkehrs-, Lärm- und Logistikaspekten verbunden sein. Die Visualisierungen der Baudirektion zeigen Holz- und Betonfassaden; Details zu Verkehrsführungen, Baustellenlogistik und lokalen Ausgleichsmassnahmen sollen in weiteren Planungsphasen geklärt werden.
Die Modernisierung ist Teil einer langfristigen Strategie, den Standort Irchel als zweiten Hauptstandort der Universität Zürich betriebs- und zukunftstauglich zu erhalten. Die jetzt beantragten zusätzlichen 112 Millionen Franken werden entscheidend sein, damit das Projekt realisiert werden kann und der Zeitplan bis 2035 eingehalten werden kann.