Stadtprogramm soll Prävention breiter Bevölkerungsschichten sichern
Die Verwaltung der vietnamesischen Stadt Da Nang hat mit Plan Nr. 269/KH-UBND ein Programm beschlossen, das allen Einwohnerinnen und Einwohnern mindestens einmal jährlich kostenlose Gesundheitsuntersuchungen ermöglichen soll. Ziel ist, präventive Leistungen, kontinuierliche Gesundheitsvorsorge und die Früherkennung von Krankheitsrisiken flächendeckend zu verbessern. Das Vorhaben gilt als zentrale Priorität für das Jahr 2026.
Organisation, Verantwortlichkeiten und erste Einsätze
Zur Umsetzung sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 22 regionale Gesundheitszentren und 3 Krankenhäuser beauftragt. Die Behörden betonen die Notwendigkeit enger Abstimmung mit den lokalen Volkskomitees, damit Listen von bislang nicht untersuchten Personen geprüft und fortlaufend aktualisiert werden können. Diese Listen dienen als operative Grundlage, um Nachfolgeuntersuchungen situationsgerecht zu planen und Zielgruppen systematisch zu erreichen.
Ein konkretes Beispiel für die Umsetzung: Vom 4. bis 10. Juli führte das Vietnam-Korea-Krankenhaus in Zusammenarbeit mit lokalen Stellen ein kostenloses Screening-Programm in der Gemeinde Tam My durch, das rund 4'500 Menschen erreichte. Das Ärzteteam bot allgemeine Untersuchungen an, darunter Blutdruck- und BMI-Messungen, Erhebung der Krankengeschichte sowie gezielte fachärztliche Abklärungen.
- Erhobene Basisparameter: Blutdruck, BMI, Anamnese
- Fachbereiche vor Ort: Innere Medizin, Chirurgie, Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Zahnmedizin, Pädiatrie und Geburtshilfe
- Diagnostik: Blut- und Urintests sowie Röntgenaufnahmen des Brustkorbs
Prävention als strukturelle Aufgabe
Die geplante Regelmässigkeit der Untersuchungen soll verhindern, dass Erkrankungen erst in fortgeschrittenen Stadien entdeckt werden. Solche Programme sind besonders wichtig vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung nichtübertragbarer Krankheiten in Vietnam, die langfristig die Krankheitslast und die Versorgungssysteme belasten können. Kontinuierliche Vorsorge hilft, Risikofaktoren früh zu identifizieren und Folgeerkrankungen zu verhindern oder abzuschwächen.
Folgen für die lokale Versorgung und nächste Schritte
Die koordinierte Einbindung regionaler Zentren und Krankenhäuser sowie die Abstimmung mit Gemeindestrukturen deuten darauf hin, dass die Stadtverwaltung auf Nachhaltigkeit und Zugänglichkeit setzt. Die Gesundheitsbehörden fordern die zuständigen Stellen auf, Listen ungetesteter Personen zu vervollständigen, damit weitere Termine geplant und bedarfsgerecht umgesetzt werden können. Je nach Einzelergebnis bieten die Ärztinnen und Ärzte direkt Beratung, Nachsorge, Behandlung oder Überweisungen an.
| Bestandteil | Angabe |
|---|---|
| Regionale Gesundheitszentren | 22 |
| Krankenhäuser mit Durchführungsauftrag | 3 |
| Teilnehmer am Pilot-Einsatz (Tam My) | ~4'500 |
| Durchgeführter Zeitraum (Pilot) | 4.–10. Juli |
Für eine nachhaltige Wirkung kommt es nun auf die systematische Nachverfolgung und die Verknüpfung der Vorsorgeergebnisse mit weiterführenden Angeboten an. Nur so lassen sich Diagnosen frühzeitig in Behandlungswege überführen und gesundheitliche Ungleichheiten zwischen städtischen, bergigen und insularen Regionen verringern.