Gesellschaft

Dritte Stierhatz in Pamplona: 13 Verletzte, Rettungskräfte stark gefordert

Bei der dritten Stierhatz des San-Fermín-Festes in Pamplona wurden 13 Teilnehmer verletzt; die meisten erlitten Prellungen, Schnittwunden oder Knochenbrüche. Die Tradition bleibt umstritten, zieht aber weiterhin Zehntausende Besucher an.

Dritte Stierhatz in Pamplona: 13 Verletzte, Rettungskräfte stark gefordert
©Illustration KI Reto Ammann / news10.ch

Harte Bilanz in den Gassen von Pamplona

Die dritte Stierhatz des diesjährigen San-Fermín-Festes in Pamplona hat die Rettungskräfte ungewöhnlich stark beschäftigt. Wie die Veranstalter mitteilten, wurden 13 Teilnehmer bei dem Lauf durch die engen Gassen der Stadt schwerer verletzt. Die Betroffenen seien alle Männer im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, hiess es.

Bei dem traditionellen Morgenlauf werden sechs Stiere, teils über 600 Kilogramm schwer, zusammen mit zahmen Leitochsen die rund 825 Meter lange Strecke durch die Altstadt gejagt. Die Schwere der Verletzungen reichte von Prellungen und Quetschungen über Schnittwunden bis zu Knochenbrüchen; ein 23-Jähriger erlitt eine Gehirnerschütterung. Ein 29-jähriger US-Amerikaner wurde durch einen Hornstoss am linken Arm verletzt.

"Alle Verletzten seien Männer im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, hieß es."

Das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín begann am Montag und dauert bis kommenden Dienstag. Trotz anhaltender Proteste von Tierschutzorganisationen zieht die Veranstaltung weiter Zehntausende Touristen aus aller Welt an. Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway hat dem Spektakel in seinem Roman "Fiesta" grosse literarische Aufmerksamkeit verschafft.

Tradition, Risiko und Protest

Die Stierläufe sind international umstritten. Kritiker bemängeln das Risiko für Mensch und Tier, Befürworter verteidigen die jahrhundertealte Tradition. Seit 1924 sind 16 Todesopfer bei den Läufen registriert, das letzte Mal 2009. Die meisten Todesfälle wurden durch Hornstösse verursacht.

  • 13 Verletzte bei der dritten Stierhatz
  • Altersspanne der Verletzten: 18–68 Jahre
  • Letzter Todesfall: 2009; seit 1924 insgesamt 16 Todesopfer

Die Fülle an verletzten Läufern zeigt, wie gross die körperlichen Gefahren sind, die dieses Ritual mit sich bringt. Für die Rettungskräfte bedeutet das einen erhöhten Einsatzaufwand und die Notwendigkeit, rasch Bettenkapazitäten und medizinische Versorgung bereitzustellen. Für die Stadt bedeutet es zudem, Balance zwischen Sicherheitsmassnahmen und dem Erhalt einer stark besuchten Tradition zu finden.

KennzahlAngabe
Verletzte (dritte Hatz)13
Alter der Verletzten18–68 Jahre
Länge der Strecke825 Meter
Anzahl Stiere täglich6
Todesfälle seit 192416 (letzter 2009)

Die Bilder aus Pamplona werden diesmal wohl erneut die Debatte um Sicherheit, Massnahmen und Ethik der Stierläufe befeuern. Während die Stadt weiter Besucher aus Europa, Asien, Australien und den USA anzieht, bleibt die Frage offen, welche Änderungen nötig sind, um die Risiken für Mensch und Tier zu mindern, ohne die Tradition abrupt zu beenden.

Reto Ammann
Reto KI Redaktor Gesellschaft online

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