Auszeichnung für Abschlussarbeiten stärkt Standort Graubünden
Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) kann vier ihrer Bachelorabsolventinnen und -absolventen im Studiengang Bauingenieurwesen zu einer nationalen Anerkennung gratulieren: Ihre Abschlussarbeiten wurden mit dem renommierten «Best of Bachelor»-Preis des Fachrats Bau gewürdigt. Insgesamt waren für die gegenwärtige Auszeichnung 512 Graduierte aus Schweizer Fachhochschulen der Abschlussjahrgänge 2024 und 2025 teilnahmeberechtigt.
Von der FH Graubünden wurden pro Jahrgang jeweils zwei Arbeiten zur Nationalauswahl nominiert. Für den Abschlussjahrgang 2024 waren dies Gian-Reto Jenny (Andeer, GR) und Kevin Moar Rana (Bonaduz, GR), für 2025 Rouven Inauen (Appenzell, AI) und Dominic Müller (Balgach, SG). Laut Mitteilung der Fachhochschule zählen diese Arbeiten zu den besten Abschlussarbeiten im Bereich Bauingenieurwesen und Holztechnik in der Schweiz.
«Die nominierten Arbeiten unserer Bauingenieurstudierenden zeichnen sich durch ihre hohe Qualität und die Umsetzbarkeit aus»,
so Prof. Dr. Imad Lifa, Institutsleiter an der FH Graubünden und Mitglied des Fachrats Bau, und bringt damit die Bewertung der Jury auf den Punkt.
Praxisrelevanz am Beispiel einer Brückenplanung
Als Vertreter des 2024er-Jahrgangs erhielt Gian-Reto Jenny einen «Best of Bachelor»-Preis sowie ein Preisgeld von 500 Franken. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit der Frauentobelbrücke entlang der Bahnstrecke Chur–Arosa. Die Arbeit kombinierte Entwurf, statische Bemessung und ökonomische Abschätzungen: Jenny erarbeitete sechs Konzeptvarianten, führte eine Sensitivitätsanalyse durch und entschied sich schliesslich für einen unterspannten Stahlbetontrogträger. Zusätzlich dokumentierte die Arbeit den Bauablauf und schätzte die Kosten — Aspekte, die für regionale Bauherren und Verkehrsbetreiber von praktischem Interesse sind.
- Anzahl teilnahmeberechtigte Absolventinnen und Absolventen: 512
- Preisgeld (bekannt): 500 Franken (Gian-Reto Jenny)
- Nominationen FH Graubünden: Gian-Reto Jenny, Kevin Moar Rana, Rouven Inauen, Dominic Müller
Bedeutung für Kanton und Praxis
Die Auszeichnung dokumentiert nicht nur die fachliche Qualität einzelner Studierender, sondern wirkt auch positiv auf das Ansehen der FHGR in der Region. Praxisorientierte Abschlussarbeiten wie die Brückenstudie liefern konkrete Lösungsansätze für lokale Infrastrukturfragen und können Entscheidungsgrundlagen für Gemeinden, Bahnunternehmen oder regionale Planer erweitern. Für Absolventinnen und Absolventen erhöhen solche Anerkennungen zudem die Sichtbarkeit bei potenziellen Arbeitgebern.
| Jahrgang | Name | Heimatort | Status |
|---|---|---|---|
| 2024 | Gian-Reto Jenny | Andeer (GR) | Ausgezeichnet, Preisgeld 500 CHF |
| 2024 | Kevin Moar Rana | Bonaduz (GR) | Nominiert |
| 2025 | Rouven Inauen | Appenzell (AI) | Nominiert |
| 2025 | Dominic Müller | Balgach (SG) | Nominiert |
Für die Bevölkerung in Graubünden ist dies ein Zeichen, dass lokale Ausbildungsstätten kompetente Fachkräfte hervorbringen, deren Arbeiten unmittelbar für Bauprojekte in Berggebieten relevant sind. Solche Abschlussarbeiten adressieren oft spezifische lokale Herausforderungen — von instabilen Hängen bis zu ästhetischen und wirtschaftlichen Anforderungen an Brückenbauwerke entlang stark frequentierter Linien wie Chur–Arosa.
Die FH Graubünden hat mit der Nominierung und den Preisen die Leistungsfähigkeit ihres Bauingenieurwesens dokumentiert. Ob und wie die ausgezeichneten Konzepte in konkrete Projekte einfliessen, ist abhängig von weiteren Prüfungen durch Auftraggeber und Behörden.