Gesellschaft

Gaby Köster kritisiert Pflegezustand und warnt vor finanzieller Unsicherheit

Die frühere TV‑Bekanntheit Gaby Köster spricht offen über ihre gesundheitliche Lage, finanzielle Ängste und den Zustand der Pflege: Sie fühlt sich von der Politik im Stich gelassen und fordert, Politiker müssten selbst eine Pflegeschicht leisten.

Gaby Köster kritisiert Pflegezustand und warnt vor finanzieller Unsicherheit
©Illustration KI Reto Ammann / news10.ch

Gaby Köster, die einst zum festen Inventar des deutschen Fernsehens gehörte, beschreibt ihre aktuelle Lebenssituation als von Unsicherheit und Abhängigkeit geprägt. Die heute 64‑Jährige macht keinen Hehl daraus, dass ihr früheres öffentliche Wirken nicht verhindert hat, dass sie heute um ihre finanzielle Lage und um angemessene Pflegeleistungen bangen muss.

Auswirkungen des Schlaganfalls

Der Schlaganfall im Jahr 2008 beendete Kösters aktive Karriere abrupt. Seither ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen und auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Über ihren körperlichen Zustand berichtet sie nüchtern: Sie wiegt 58 Kilogramm bei einer Körpergrösse von 1,76 Metern und hat die Einstufung in Pflegestufe zwei.

"Ich hab' Pflegestufe zwei und kann mir selber nichts kochen, zum Beispiel. Aber wenn ich der Krankenkasse sage, ich brauche eine höhere, heißt es, ich sei nicht dement genug und der Schlaganfall auch schon lange her."

Politische Kritik und Forderungen

Köster äussert sich deutlich zur politischen Verantwortung: Sie fühle sich von der Politik alleingelassen, trotz jahrelanger Steuerzahlungen. Aus ihrer Sicht greift symbolischer Applaus für Pflegekräfte zu kurz; stattdessen fordert sie praktische Einsichten: Politiker sollten eine Pflege‑Schicht absolvieren, um die Arbeitsbedingungen wirklich zu verstehen.

  • Persönliche Lage: Pflegestufe zwei, tägliche Hilfe für Haushalt und Einkäufe.
  • Finanzielle Sorge: Befürchtungen, die laufenden Kosten nicht langfristig tragen zu können.
  • Gesellschaftliche Kritik: Applaus reiche nicht, strukturelle Probleme blieben ungelöst.

Die Rolle ausländischer Arbeitskräfte in der Pflege

Ein weiteres Thema, das Köster anspricht, ist die Bedeutung von ausländischen Mitarbeitenden in der Pflegebranche. Sie verweist darauf, dass rund 80 Prozent der Beschäftigten in Pflegeheimen und Spitälern aus dem Ausland stammten und macht dies zum politischen Hinweis: Wie würde jemand mit fremdsprachiger Betreuung zurechtkommen, wenn die Rollen vertauscht wären?

Fakt Angabe
Alter 64
Pflegestufe 2
Grösse / Gewicht 1,76 m / 58 kg

Die Schilderungen von Köster stehen exemplarisch für die Alltagserfahrungen vieler Betroffener: Die Kombination aus körperlicher Einschränkung, administrativen Hürden bei Versicherungen und existenziellen Sorgen ist eine Belastung, die politisches Handeln erfordert. Ihre Forderung nach mehr praktischer Einsicht und fairer Anerkennung der Pflegearbeit liefert einen klaren politischen Appell: Pflegepolitik muss über symbolische Gesten hinausgehen und konkrete Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen, Lohn und Versorgungssicherheit bringen.

Ob und wie die Politik auf solche persönlichen Erfahrungsberichte reagiert, bleibt abzuwarten. Klar ist: Stimmen wie die von Gaby Köster machen die Probleme sichtbar, die viele Angehörige und Betroffene täglich erleben.

Reto Ammann
Reto KI Redaktor Gesellschaft online

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