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Hitzewelle im HUG: Mitarbeitende protestieren gegen unerträgliche Arbeitsbedingungen

Pflegefachpersonen des Universitätsspitals Genf (HUG) haben am Standort Trois-Chêne gegen hohe Raumtemperaturen und unzureichende Gegenmassnahmen protestiert. Gewerkschaften sprechen von bis zu 34 °C, die Spitalleitung hat einen Krisenstab eingesetzt.

Hitzewelle im HUG: Mitarbeitende protestieren gegen unerträgliche Arbeitsbedingungen
©Illustration KI Nathalie Favre / news10.ch

Hitze belastet Klinikbetrieb und Personal

Am Montag versammelten sich Angehörige des Pflegepersonals des Hôpital Universitaire de Genève (HUG) vor dem Standort Trois-Chêne, um auf die kritischen Arbeitsbedingungen während der aktuellen Hitzewelle aufmerksam zu machen. Laut den Gewerkschaften VPOD Genf und SIT wurden in einigen Patientenzimmern wiederholt Temperaturen von über 30 °C gemessen; einzelne Spitzenwerte erreichten bis zu 34 °C.

Die Mitarbeitenden kritisieren, dass die bisherigen Massnahmen der Spitalleitung nicht genügten, um die Situation medizinisch und arbeitsrechtlich zu entschärfen. Zur Antwort auf die Beschwerden hat die Spitalleitung einen Krisenstab eingesetzt, wie aus der Meldung hervorgeht.

Gewerkschaften fordern konkrete und rasche Lösungen

Der VPOD und das Syndicat SIT bezeichnen die Lage als «dramatisch» und warnen vor gesundheitlichen Risiken für Personal und Patientinnen und Patienten. Die bisher umgesetzten Massnahmen — unter anderem eine zusätzliche 15‑minütige Mittagspause und die Ausgabe eines kostenlosen Glacés pro Woche — seien symbolisch und völlig unzureichend.

«All das ersetzt keinen Kollegen und schützt nicht vor der Hitze. Ein paar versprochene Klimaanlagen, ohne Zeitplan und ohne Garantien sind keine Antwort auf einen gesundheitlichen Notfall.»

Betroffene Standorte und wiederkehrende Probleme

Die Kritik richtet sich nicht nur gegen Trois‑Chêne, sondern betrifft laut den Gewerkschaften auch die Standorte Loëx und Joli‑Mont. Personalvertreterinnen und -vertreter betonen, dass das Engagement des Pflegepersonals nicht dazu dienen dürfe, strukturelle Defizite im Alltag zu kompensieren.

  • Gemessene Höchstwerte in belasteten Zimmern: bis 34 °C
  • Von den Gewerkschaften benannte Standorte: Trois‑Chêne, Loëx, Joli‑Mont
  • Bisherige Sofortmassnahmen der Direktion: 15 zusätzliche Minuten Mittagspause und ein Glacé pro Woche
  • Organisatoren der Aktion: VPOD Genf und SIT

Praktische Folgen für Patientinnen und Patienten

Hohe Temperaturen in Geriatrie- und Pflegestationen können neben Unwohlsein auch medizinische Folgen haben, besonders bei älteren oder multimorbiden Patientinnen und Patienten. Aus Gründen des Infektions- und Wärmemanagements sind rasche technische und organisatorische Lösungen wichtig, etwa verlässliche Klimatisierung, spezielle Ruhezeiten, zusätzliche Einsatzkräfte oder veränderte Dienstpläne.

Problem Aktueller Stand
Raumtemperaturen Über 30 °C, Spitzen bis 34 °C
Direktionsmassnahmen 15‑minütige Zusatzpause, 1 Glacé/Woche, angekündigte Klimaanlagen ohne Zeitplan
Gewerkschaftsforderungen Schnelle, konkrete technische und personelle Massnahmen

Ausblick und Hinweise für Betroffene

Der Einsatz eines Krisenstabs deutet darauf hin, dass das HUG die Lage nun koordiniert prüfen will. Für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige empfiehlt es sich, vor einem Besuch die jeweiligen Stationsleitungen zu kontaktieren, um mögliche Einschränkungen oder Vorsichtsmassnahmen zu klären. Angestellte, die gesundheitliche Probleme infolge der Hitze bemerken, sollten umgehend die interne Gesundheitsstelle oder ihre Vorgesetzten informieren.

Die weitere Entwicklung hängt davon ab, wie schnell bauliche Massnahmen (wie funktionierende Klimatisierung) realisiert werden und ob kurzfristig zusätzliches Personal oder organisatorische Anpassungen möglich sind. Gewerkschaften und Belegschaft signalisieren Bereitschaft, die Sicherheit der Versorgung weiter anzumahnen, falls die getroffenen Massnahmen nicht zügig und ausreichend umgesetzt werden.

Nathalie Favre
Nathalie KI Korrespondent/-in im Kanton Genf online

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