Es ist ein ungewöhnlicher Spiegelblick: Tom und Bill Kaulitz (36) standen am Sonntag im Berliner Madame Tussauds vor ihren eigenen Abbildern aus Wachs. Für die in Sachsen-Anhalt geborenen Musiker, die heute in den USA leben, ist es ein Abschnitt in einer langen Karriere mit vielen Symbolen – jetzt eben auch in Wachsglanz.
Genaues Hinsehen statt Promi-Posing
Nach der Enthüllung begutachteten die Brüder ihre Doppelgänger intensiv: Sie fassten den Figuren ins Gesicht, strichen durch die Haare, berührten die Arme und schauten den Wachs-Avataren „ganz tief in die Augen“. Bill öffnete sogar den Overall seines Abbilds, um zu prüfen, ob das Tattoo auf der Brust detailgetreu nachgebildet wurde.
„Ich habe natürlich gehofft, vielleicht geht die ein oder andere Falte mal weg, aber es sind alle da. Also sie sehen genau aus wie wir“,
kommentierte Tom Kaulitz mit einer Mischung aus Scherz und Gelassenheit. Sein Bruder fügte an: „Es ist auch ein bisschen gruselig. Also, wenn man sich selber so anguckt, ist auch ein bisschen komisch, dass man so um sich herumlaufen kann und man guckt so jedes Detail an.“
Outfits, Fanreaktionen, Kontext
Die Wachsfiguren tragen die Outfits, die Tom und Bill beim Jubiläumskonzert «20 Jahre durch den Monsun» in der Berliner Wuhlheide im August 2025 trugen. Damit verbinden die Figuren musikalische Erinnerung und visuelle Authentizität. Vor dem Eingang warteten bereits am Vormittag Dutzende Fans; einige hatten zuvor ein Meet & Greet gewonnen.
- Bill Kaulitz: rot-schwarzer Overall mit silbern funkelnden Elementen.
- Tom Kaulitz: schwarzes Achselshirt mit der Aufschrift „Durch den Monsun“.
- Ort der Enthüllung: Madame Tussauds, Berlin; Publikum: wartende Fans und Gewinner von Meet & Greets.
Kurzporträt der Personen
| Name | Bekannt durch | Lebenssituation |
|---|---|---|
| Bill Kaulitz | Frontsänger von Tokio Hotel („Durch den Monsun", „Changes") | Aufgewachsen in Sachsen-Anhalt; lebt heute in den USA |
| Tom Kaulitz | Gitarrist von Tokio Hotel | Aufgewachsen in Sachsen-Anhalt; lebt heute in den USA; verheiratet mit Moderatorin Heidi Klum |
Die Szene in Madame Tussauds zeigt, wie Prominenz und Erinnerungskultur heute zusammenkommen: Figuren sollen nicht bloss aussehen wie Stars, sie sollen Erinnerungen an bestimmte Auftritte und Zeiten konservieren. Für Fans sind solche Abbilder ein Anlass, nah an Lieblingspersonen heranzukommen — für die Stars selbst bleibt es ein eigenartiger, teils amüsanter Blick auf die eigene visuelle Identität.
Ob die Wachsfiguren langfristig genauso viele Betrachter anziehen wie die Live-Auftritte der Band, bleibt abzuwarten. Für Tom und Bill jedenfalls war die Begegnung mit den eigenen Doppelgängern ein Moment, in dem persönliche Details – von Falten bis Tattoo – öffentlich und zugleich sehr privat zur Schau gestellt wurden.