Wechsel in der Leitung des Museumsquartiers
Kathrin Dellantonio, ursprünglich aus Eppan in Südtirol, leitet seit Anfang dieses Jahres die Geschäfte des Museumsquartiers Bern. Dellantonio lebt seit rund drei Jahrzehnten in der Schweiz und bringt nun ihre Erfahrung in eine Initiative ein, die der lokalen Kulturverwaltung und den Besuchenden verstärkte gemeinsame Angebote verspricht.
Kooperation als Leitidee
Das Museumsquartier ist eine Zusammenarbeit von elf Kultur- und Bildungsinstitutionen, die sich im Kirchenfeld-Quartier konzentrieren. Vor etwa fünf Jahren haben diese Institutionen den formellen Schritt zur engeren Kooperation gewagt. Das Ziel: Synergien nutzen, Angebote vernetzen und den Besucherinnen und Besuchern neue Zugänge zu Themen und Ausstellungen eröffnen.
Dellantonio beschreibt diese Dynamik als Chance, Inhalte aus verschiedenen Perspektiven sichtbar zu machen. Sie verweist auf gemeinsame Führungen und Ausstellungsformate als Beispiele für das, was Besucherinnen und Besucher künftig häufiger erwarten dürfen.
„So hat man zum Beispiel nun die Möglichkeit, ein Thema bei einer gemeinsamen Führung aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben oder sogar in gemeinsamen Ausstellungen unterschiedliche Blickwinkel auf ein Thema zu werfen.“
Was das für Bern bedeutet
Für die Bevölkerung der Stadt und des Kantons Bern geht es weniger um Personalwechsel als um konkrete Auswirkungen: Durch engere Kooperationen können Veranstaltungsprogramme dichter und thematisch reichhaltiger werden. Das kann zu höheren Besucherzahlen, besseren Vermittlungsangeboten für Schulen und zu effizienterer Nutzung von Ressourcen führen – von gemeinsamer Kommunikation bis zu kombinierten Bildungsprojekten.
- Mehrfache Zugangswege zu einem Thema durch abgestimmte Führungen.
- Grössere Flexibilität bei Ausstellungsprojekten durch geteilte Infrastruktur.
- Potenzial für verstärkte Bildungsangebote für Klassen und Erwachsene.
Kontext und Ausblick
Die Leitung eines solchen Verbunds verlangt organisatorisches Geschick und die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zu bündeln. Dellantonios biografischer Hintergrund als in der Schweiz lebende Südtirolerin kann dabei Stimmen aus verschiedenen kulturellen Kontexten zusammenbringen – eine Qualität, die in einem vielfältigen städtischen Umfeld geschätzt wird. Für das Museumsquartier steht die Herausforderung an, die vorhandene Dynamik zu nutzen und sichtbarere, nachvollziehbare Angebote zu schaffen, die über einzelne Institutionen hinaus Wirkung entfalten.
| Fakt | Wert |
|---|---|
| Herkunft | Eppan (Südtirol) |
| Aufenthalt in der Schweiz | rund drei Jahrzehnte |
| Position | Geschäftsführerin Museumsquartier Bern |
| Beginn der Leitung | Anfang des Jahres |
| Anzahl beteiligter Institutionen | 11 |
| Quartier | Kirchenfeld-Quartier, Bern |
Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Wer künftig eine Ausstellung im Kirchenfeld-Quartier besucht, kann vermehrt auf ergänzende Angebote und Perspektiven stossen. Schulen und Bildungseinrichtungen erhalten bessere Möglichkeiten für fächerübergreifende Projekttage. Für die beteiligten Institutionen eröffnet die Kooperation die Chance, Effekte zu verstärken, ohne dass jede Institution allein ihre Ressourcen einsetzen muss.