Umbau beim Kantonalen Amt für Kindes- und Erwachsenenschutz
Das Amt für Kindes- und Erwachsenenschutz (KES) des Kantons Zug wird umfassend neu organisiert. Der Regierungsrat hat entschieden, die Leitung neu zu besetzen: Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt Armin Camenzind die Führung der kantonalen Fachstelle. Die Massnahmen sind Teil eines laufenden Reformprozesses, mit dem die Direktion des Innern Empfehlungen einer externen Betriebs- und Organisationsanalyse umsetzt.
Die externe Untersuchung hatte die hohe fachliche Kompetenz und das breite Erfahrungswissen der Mitarbeitenden hervorgehoben, zugleich aber Handlungsbedarf bei Führungsstrukturen, Organisation und Arbeitsabläufen festgestellt. Ziel der Reform ist es, die Arbeitsabläufe zu verbessern und die Behörde langfristig zu stärken.
Konkrete Schritte und Zielsetzungen
- Neubesetzung der Amtsleitung: Armin Camenzind tritt per 1. Januar 2027 an.
- Straffung der Führungsstrukturen zur Verbesserung der Entscheidungswege.
- Organisatorische Anpassungen, um die Zusammenarbeit intern und mit externen Partnern zu stärken.
- Mitwirkung des Amts an der Revision der gesetzlichen Grundlagen.
- Zwischenbilanz des Reformprozesses im Herbst (Datum noch offen).
Die angekündigten Änderungen betreffen nicht nur interne Abläufe, sondern haben auch Auswirkungen auf externe Partner wie Gemeinden, Gerichte, Schulen und Hilfeleistende. Bessere Koordination und klarere Führungsstrukturen sollen Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Qualität der Schutzmassnahmen für betroffene Personen sichern.
«Mit Armin Camenzind übernimmt eine erfahrene Führungspersönlichkeit die Leitung des Amts für Kindes- und Erwachsenenschutz. Das Amt erfüllt einen gesellschaftlich wichtigen und anspruchsvollen Auftrag gegenüber schutzbedürftigen Menschen.»
Die Aussage stammt von Andreas Hostettler, Landammann und Direktor des Innern. Er betont damit die Bedeutung der Behörde für den Kanton und die Erwartung an eine stabile Führungsarbeit in der Übergangsphase.
Zeitplan und nächste Schritte
Der formelle Amtsantritt ist auf den 1. Januar 2027 datiert. Eine erste Zwischenbilanz des Reformprozesses ist für den Herbst angekündigt. Bis dahin sollen organisatorische Anpassungen umgesetzt und die neu strukturierten Führungsaufgaben etabliert werden.
| Meilenstein | Termin |
|---|---|
| Beginn der Neuorganisation (laufend) | seit mehreren Monaten |
| Amtsantritt neue Leitung | 1. Januar 2027 |
| Zwischenbilanz Reformprozess | Herbst (2026) |
Für die Bevölkerung von Zug ist vor allem relevant, dass das KES seine Aufgaben weiterhin wahrnehmen soll, während intern die Abläufe verbessert werden. Wer direkt mit dem KES arbeitet – etwa Mitarbeitende von Gemeinden, Fachstellen oder Gerichtspersonen – muss in den kommenden Monaten mit Anpassungen in Abläufen und Ansprechstrukturen rechnen.
Die Neubesetzung der Leitung ist ein zentraler Teil der Strategie, die Qualität und Nachhaltigkeit der Schutzleistungen für Kinder, Erwachsene und deren Angehörige zu sichern. Weitere Details zur Umsetzung der Empfehlungen aus der externen Analyse sollen in den kommenden Berichten und der angekündigten Zwischenbilanz veröffentlicht werden.