Investor verkauft Aktien und verlässt Verwaltungsrat
Der umtriebige Unternehmer Beat Fahrni hat seine Aktien am FC Thun Berner Oberland verkauft und ist nicht mehr Mitglied des Verwaltungsrats, wie aus einem Bericht des Schweizerischen Handelsamtsblatts vom 11. Juni hervorgeht. Fahrnis Entscheidung setzt einen Prozess fort, der mit seinem überraschenden vorübergehenden Rückzug vom Verein am 30. März begonnen hatte.
Die Hintergründe des Aktienverkaufs sind vorerst nicht öffentlich: Fahrni teilte mit, dass die genaue Zusammensetzung des Aktionariats an der nächsten Generalversammlung bekanntgegeben werde. Diese ist laut seinem Statement für den 26. Oktober 2026 vorgesehen.
Was Fahrni selbst sagt
«Ich habe meine Aktien verkauft»,
liess Fahrni gegenüber dem Thuner Tagblatt verlauten. Er betonte zugleich, dass er und seine Familie weiterhin Freude an den Spielen im Stadion hätten. In dem Bericht wird zudem ein gutes Verhältnis zu seinen bisherigen Mitstreitern, namentlich dem Präsidenten Andres Gerber und Visana-CEO Angelo Eggli, erwähnt.
Offene Fragen und lokale Auswirkungen
Der Rückzug des Investors wirft mehrere Fragen für den Klub und für die Thuner Öffentlichkeit auf:
- Wer hat Fahrnis Aktien übernommen und wie verändert sich die Machtverteilung im Aktionariat?
- Welche finanziellen Folgen hat der Abgang für die kurzfristige Budgetplanung des Vereins?
- Wie reagiert der Verwaltungsrat auf den Wegfall eines prominenten Geldgebers und entscheidungsstarken Mitglieds?
Dass Gerüchte über interne Spannungen kursierten — etwa zu Differenzen um die Höhe der Bezüge des Präsidenten — wurde in der lokalen Berichterstattung erwähnt. Konkrete Belege für diese Spekulationen liegen jedoch bislang nicht vor.
Chronologie der jüngsten Ereignisse
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 30. März 2026 | Fahrni zieht sich kurzfristig vom Verein zurück (vor dem Meistertitel). |
| 11. Juni 2026 | Eintrag im Handelsamtsblatt: Fahrni ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. |
| 26. Oktober 2026 | Angestellte Generalversammlung, an der Aktionärsstruktur kommuniziert werden soll. |
Für die Stadt Thun bedeutet der Abgang eines sichtbaren Förderers des Klubs nicht nur sportliche Unruhe, sondern auch mögliche finanzielle Fragestellungen: Sponsoring, Budgetierung und strategische Planung des FC Thun stehen nun stärker im Fokus. Für Fans und lokale Partner ist entscheidend, wie rasch der Klub Transparenz über die neue Aktionärsstruktur schafft und wie der Verwaltungsrat die Kontinuität in Führung und Finanzierung sicherstellt.
Die kommende Generalversammlung Ende Oktober wird daher für die Zukunft des FC Thun eine Schlüsselrolle spielen. Bis dahin bleibt der genaue Käufer der Anteile und die künftige Ausrichtung des Aktionariats offen.