Klare Ablehnung in drei Saaser Gemeinden
Die Stimmberechtigten in Saas-Grund, Saas-Balen und Saas-Almagell haben die Vorlage zur Bereitstellung weiterer öffentlicher Mittel für die halbfertige Saastalhalle / Erlebnisbankarena deutlich abgelehnt. Nach bereits negativem Entscheid in Saas-Fee steht damit das Projekt in allen betroffenen Saaser Gemeinden ohne Zustimmung der Stimmbürger. Die Wahlbeteiligung lag laut Berichten bei rund 90 Prozent und wurde als historisch hoch bezeichnet.
„Dürfen wir vorstellen: die teuerste Bauruine der Schweiz“
Dieses Zitat eines Wallis-Berichterstatters bringt die Einschätzung auf den Punkt: Die Baustelle droht unvollendet zu bleiben und erhebliche Verluste für private und öffentliche Gläubiger nach sich zu ziehen.
Finanzielle Folgen und beteiligte Kreditgeber
Zu den primären Gläubigern zählen die namensgebende Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn, das Energieunternehmen EnAlpin sowie die Zengaffinen Unternehmungen. Diese fordern laut Berichten die vertraglich vereinbarten Zahlungen ein und pochen auf Kreditgarantien der involvierten Trägerschaften um den EHC Saastal und die Gemeinden. Medien zitierten, die Hauptgläubiger drohen mit rechtlichen Schritten und sehen die Verantwortung bei den Saaser Gemeindebehörden und den Verantwortlichen des EHC.
| Beteiligte | Rolle |
|---|---|
| Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn | Hauptkreditgeber (Namensgeber) |
| EnAlpin | Kreditgeber / Energieunternehmung |
| Zengaffinen Unternehmungen | Kreditgeber |
Was die Ablehnung konkret bedeutet
- Die Bauarbeiten sind nach Angaben in der Berichterstattung vorerst eingestellt; ein Fortsetzen ohne neue Finanzierungszusagen gilt als unwahrscheinlich.
- Gläubiger behalten sich rechtliche Schritte vor und könnten Abschreibungen auf Kredite vornehmen müssen.
- Für die involvierten Gemeinden würde eine Verpflichtung zu jährlichen Zahlungen über Jahre — wie in der Vorlage vorgesehen — wegfallen; gleichzeitig bleiben mögliche Folgekosten oder Regressforderungen bestehen.
Vertreter der Befürworter hatten vor der Abstimmung argumentiert, ohne zusätzliche öffentliche Mittel würde das Projekt unvollendet bleiben und damit die Gefahr einer Bauruine bestehen. Nun hat die Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden anders entschieden. Damit verlagert sich die Debatte wieder auf rechtliche Klärungen und mögliche Neuverhandlungen mit den Gläubigern.
Gegenwart und Perspektiven
Aktuelle Berichte weisen zudem auf zusätzliche Schlagzeilen rund um die Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn hin, etwa eine Hausdurchsuchung bei der Tochtergesellschaft Avalua. Weitere Recherchen durch Finanzportale beleuchten Hintergründe zu den explodierten Baukosten und den Vertragsverpflichtungen. Konkrete nächste Schritte sind laut Quellen noch offen: Ob neue Finanzierungsmodelle, Verkauf der Baustelle, Weiterverhandlungen oder gerichtliche Auseinandersetzungen folgen, bleibt abzuwarten.
Für die Bevölkerung im Saastal sind zwei Aspekte zentral: Zum einen die zukünftige Nutzung eines bisher angefangenen Bauwerks und zum anderen die finanzielle Belastung der Gemeinden und lokaler Institutionen durch mögliche rechtliche oder vertragliche Konsequenzen. Klar ist: Die Ablehnung durch die Stimmbürger stellt die Projektverantwortlichen und Kreditgeber vor schwierige Entscheidungen.