Sanierung und Erweiterung in zwei Etappen
Die Stadt Zürich hat die Bauaufgabe für das Schulhaus Bullinger in Zürich-Aussersihl ausgeschrieben. Geplant ist die Instandsetzung des älteren Substanzteils und anschliessend die Aufstockung des 2005 von EM2N Architekten erbauten Längsbaus im Norden der Anlage. Die Massnahmen sollen in zwei aufeinanderfolgenden Etappen umgesetzt werden und durch dasselbe Generalplanungsteam begleitet werden.
Fachschule Viventa: Angebot und Kapazitäten
Das Schulhaus Bullinger ist einer von künftig sechs Standorten der Fachschule Viventa, die seit 2008 als Ergänzung zur Volksschule besteht. Viventa ist ein Zentrum für Berufsvorbereitung, Integration sowie Erwachsenen- und Elternbildung und betreibt die Sonderschule Viventa 15plus.
Gemäss Bauaufgabe soll das Schulhaus künftig Platz bieten für:
- sechs Regelklassen des Berufsvorbereitungsjahrs
- acht Sonderschulklassen der Fachschule Viventa 15plus
- sämtliche dazugehörigen Schul- und Nebenräume
Denkmalpflege und Architekturerhalt
Beim Projekt wird besonderer Wert auf den Schutz der bestehenden Bauten gelegt: Die 1964 von Otto Glaus errichteten, inventarisierten brutalistischen Gebäude sowie Teile der zugehörigen Aussenanlagen sollen in ihrer Erscheinung weitgehend erhalten bleiben. Nur kleinere Eingriffe sind vorgesehen, um die Substanz zu sichern und den heutigen Nutzungsanforderungen anzupassen.
Planung und Schulbetrieb
Die vorgesehene Abfolge — zuerst Sanierung des alten Substanzteils, anschliessend Aufstockung des Erweiterungsbaus — soll mit Rücksicht auf die denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen und den laufenden Schulbetrieb erfolgen. Die Koordination durch ein einheitliches Generalplanungsteam soll den Ablauf vereinfachen und die Schnittstellen zwischen Erhalt und Erweiterung enger verzahnen.
Standortangaben im Überblick
| Standort | Kat.-Nr. |
|---|---|
| Bullingerstrasse 38–50, Zürich-Aussersihl | AU6853 |
Die Ausschreibung legt damit die Grundlage für einen Ausbau der lokalen Angebote in der beruflichen Grundbildung und der Sonderschule. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie für das Schulpersonal bedeuten die Arbeiten längerfristige Bautätigkeiten vor Ort, gleichzeitig aber auch einen modernen und sich erweiternden Bildungsstandort in Aussersihl.
Weitere Details zu Zeitplan, Kosten und Auswahlverfahren des Generalplanungsteams sind in der aktuellen Bauaufgabe nicht spezifiziert. Interessierte können über die Publikationen der Stadt Zürich Informationen zu weiteren Verfahrensschritten erwarten.