Schweizer Frauen dominieren das Profi-Feld
Beim Ironman Switzerland in Thun setzten sich die Schweizer Frauen an die Spitze: Julie Derron gewann das Profi-Rennen in 8:42:40 Stunden. Imogen Simmonds folgte auf dem zweiten Platz in 8:56:27 Stunden und sicherte damit auch den zweiten ausgeschriebenen Kona-Slot für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Auf den Plätzen drei und vier klassierten sich mit Loanne Duvoisin und Leana Bissig zwei weitere Schweizerinnen.
Ergebnisse, Wetter und Finisher-Statistik
Das Rennen am Thunersee wurde bei warmen Bedingungen ausgetragen: rund 30 °C, bewölkt, Wind aus NNW mit 18 km/h. Von 2’109 gestarteten Athletinnen und Athleten erreichten 1’909 das Ziel, das entspricht einer Finisher-Quote von 90,4 Prozent. Die durchschnittliche Zielzeit betrug 12:27:05 Stunden.
- Distanz: 3,8 km Swim · 180 km Bike · 42,195 km Run
- Starter: 2’132 (Angabe in Ergebnisübersicht)
- Finisher: 1’928 (Ergebnisübersicht)
Deutsche Erfolge in den Altersklassen
Profi-Männer waren am Thunersee nicht am Start. In den Altersklassen feierten jedoch deutsche Athleten Erfolge: Niklas Hempfling gewann die Altersklasse M30-34 in 8:43:08 Stunden. Peter Hobmair siegte in der Altersklasse M55-59 in 10:12:16 Stunden. Insgesamt errangen Schweizer Athletinnen und Athleten neun Altersklassensiege.
Sportlicher Kontext und Bedeutung für Thun
Der Ironman, der vor einigen Jahren von Zürich nach Thun verlegt wurde, gilt wegen der alpinen Kulisse und der anspruchsvollen Radstrecke als einer der landschaftlich reizvollsten Langdistanztriathlons. Die Veranstaltung bringt zahlreiche Teilnehmende und Zuschauerinnen in die Region, mit entsprechendem Verkehrs- und Servicebedarf für die Stadt sowie wirtschaftlichen Effekten für lokale Gastgeber.
Tagesresultate – Auszug der Topplätze (Frauen, Profis)
| Platz | Name | Land | Gesamtzeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Julie Derron | SUI | 8:42:40 |
| 2 | Imogen Simmonds | SUI | 8:56:27 |
| 3 | Loanne Duvoisin | SUI | 9:03:32 |
| 4 | Leana Bissig | SUI | 9:06:17 |
Weitere Top-Ten-Platzierungen zeigten auch Athletinnen aus Deutschland und Tschechien: Merle Brunnée belegte Rang fünf, Barbora Besperat Rang sechs. Die Dahinterliegenden sicherten sich teils bereits frühere Qualifikationen für Hawaii (beispielsweise Jana Uderstadt).
Für die Bevölkerung von Thun bleibt die Veranstaltung nicht nur sportlich relevant: Angesichts hoher Temperaturen und eines grossen Teilnehmerfeldes stehen medizinische Dienste, Verkehrsführung und lokale Anbieter im Fokus. Die Resultate dokumentieren zudem die starke Stellung der Schweizer Frauen im Langdistanztriathlon.