Zahl der Kirchenbesuche bleibt hoch, Mitgliederstand sinkt
Die Katholische Kirchgemeinde Zug weist für zuletzt erfasste Zeiträume deutlich mehr Kirchenkontakte als formelle Mitglieder auf. An der Kirchgemeindeversammlung Anfang Juni präsentierte Kirchenratspräsident Patrice Riedo Daten, wonach in den Gottesdiensten im Pastoralraum fast 82'000 Personen gezählt wurden. Zudem habe es knapp 84'000 Wege in Kirchen und Kapellen gegeben, um dort eine Kerze anzuzünden, still zu beten oder innezuhalten.
«Fast 82'000 Personen zählten wir in den Gottesdiensten im Pastoralraum, fast 84'000 Mal hat jemand eine Kirche oder Kapelle aufgesucht, um eine Kerze anzuzünden und wohl im Stillen zu beten oder einfach innezuhalten», sagte Riedo gemäss der Medienmitteilung.
Gleichzeitig meldete die Kirchgemeinde einen Rückgang der Mitgliederzahlen. Konkrete Zahlen zum Mitgliederschwund wurden in der öffentlich zugänglichen Zusammenfassung nicht genannt; die Versammlung fokussierte auf die Gegenüberstellung von formaler Mitgliedschaft und realen Besucher- und Nutzungszahlen der kirchlichen Räume.
Was bedeuten diese Zahlen für den Kanton Zug?
Die Diskrepanz zwischen Mitgliederstatistik und Nutzung kirchlicher Angebote ist für die öffentliche Planung und für die Gemeindehaushalte relevant. Hohe Besucherzahlen bei Gottesdiensten, Andachten und Gottesdienstanlässen beeinflussen:
- die Raumnutzung von Kirchen und Kapellen in Zug und Walchwil,
- die Bedarfsermittlung für liturgische Angebote und sozialedienste der Kirchgemeinde,
- Ressourcenplanung wie Beheizung, Reinigung und Unterhalt von Sakralbauten.
Praktisch heisst das: Auch wenn weniger Personen in Mitgliederlisten erscheinen, bleiben kirchliche Gebäude und Angebote im Alltag und bei besonderen Anlässen gefragt. Als Beispiel nannte die Zusammenfassung den Chilbi-Gottesdienst in Oberägeri, der bei besonderen Gelegenheiten die Kirchen deutlich füllt.
Transparenz und Zählmethoden
Kirchenratspräsident Riedo erläuterte an der Versammlung, wie diese Zahlen zustande kommen und warum sie ausgewiesen werden. Die Medienmitteilung ging nicht ins Detail zu den Erhebungsmethoden; aus den Angaben geht jedoch hervor, dass zwischen reinen Mitgliederstatistiken und tatsächlicher Nutzung unterschieden wird. Für Gemeindemitglieder, Besucherinnen und Besucher sowie politische Instanzen spielt diese Unterscheidung eine Rolle, wenn es um Finanzierung, Angebotserhalt und Nutzungskonzepte geht.
| Indikator | Angabe |
|---|---|
| Gottesdienstbesuche (Pastoralraum) | ~82'000 |
| Kirchenbesuche zum Kerzenanzünden | ~84'000 |
Die präsentierten Summen verdeutlichen, dass kirchliche Räume im Kanton Zug weiterhin frequentiert werden – auch wenn sich das institutionelle Zugehörigkeitsgefühl vieler Menschen verändert. Für die Kirchgemeinde bleiben dies zentrale Entscheidungsgrundlagen, wenn es um Angebot, Personal und Instandhaltung geht.
Weitere Details zur Mitgliederentwicklung und zu den konkreten Erhebungsmethoden wurden in der öffentlich zugänglichen Kurzfassung der Versammlung nicht ausgeführt. Die Kirchgemeinde publiziert regelmässig Berichte; wer vertiefte Zahlen oder Erläuterungen wünscht, kann die vollständigen Protokolle und Medienmitteilungen der Kirchgemeinde Zug einsehen.