Das Bundesamt für Statistik (BFS) beziffert die Gesamtkosten des Verkehrs in der Schweiz im Jahr 2023 auf 117 Milliarden Franken. Dies geht aus der kürzlich veröffentlichten Taschenstatistik «Mobilität und Verkehr» hervor. Der Personenverkehr trug mit 77 Prozent den grössten Anteil an diesen Kosten, der Güterverkehr machte die restlichen 23 Prozent aus.
Wachsende Mobilität, vorherrschendes Auto
Das Verkehrsaufkommen im Personenverkehr ist seit dem Jahr 2000 um gut ein Viertel gestiegen. Zwar gibt es Fortschritte bei der Verkehrssicherheit und beim CO2-Ausstoss, zugleich bleibt das Auto das dominante Verkehrsmittel: Im Jahr 2024 entfielen 68 Prozent der zurückgelegten Personenkilometer auf den Personenwagen, die Eisenbahn erreichte 18 Prozent.
- Gesamtkosten Verkehr 2023: 117 Mrd. CHF
- Personenverkehr: 77 % der Kosten
- Güterverkehr: 23 % der Kosten
- Anteil Auto an Personenkilometern 2024: 68 %
- Anteil Bahn an Personenkilometern 2024: 18 %
Alltag, Fahrzeuge und Umwelt
Die Schweizerinnen und Schweizer verbrachten laut den neuesten verfügbaren Zahlen (Stand 2021) durchschnittlich 80 Minuten pro Tag im Verkehr. Der grösste Teil dieser Zeit, 41,6 Minuten, entfällt auf Freizeitaktivitäten. Auf den Strassen rollten insgesamt 6,9 Millionen Motorfahrzeuge; davon waren 4,8 Millionen Personenwagen — eine Verdoppelung seit 1980. Jedes 20. Auto war 2025 elektrisch betrieben.
Güterverkehr stabil, weniger Alpentransit
Im Güterverkehr blieben die Transportleistungen in den letzten zwei Jahrzehnten weitgehend stabil: 63 Prozent der Leistungen wurden 2023 auf der Strasse erbracht, 37 Prozent auf der Schiene. Gleichzeitig sank die Zahl der Lastwagen, die die Alpen durchquerten, seit 2000 um ein Drittel.
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Gesamtkosten Verkehr (2023) | 117 Mrd. CHF |
| Personenverkehr Anteil an Kosten | 77 % |
| Auto-Anteil an Personenkilometern (2024) | 68 % |
| Schiene-Anteil an Personenkilometern (2024) | 18 % |
Emissionen und Sicherheit
Trotz wachsendem Verkehrsaufkommen sind die CO2-Emissionen des Verkehrs seit 2000 um 16 Prozent gesunken. Im Jahr 2024 verursachte der Verkehrssektor 42 Prozent des gesamten CO2-Ausstosses und trug 38 Prozent zum Energieverbrauch der Schweiz bei. Positiv ist ausserdem die langfristige Entwicklung der Verkehrssicherheit: Die Zahl tödlich verunfallter Personen ist seit den 1970er-Jahren deutlich zurückgegangen.
Die präsentierten Daten bilden eine umfassende Grundlage für Politik und Planung: Steigende Kosten und anhaltende Dominanz des Autos zeigen den Anpassungsbedarf bei Verkehrsangeboten, Raumplanung und Klimamassnahmen. Die Zahlen des BFS liefern dazu die nötigen Bezugsgrössen.