Neues Serviceangebot im Gemeindehaus Riehen
Ab August können in Riehen biometrische Daten für Pässe und Identitätskarten direkt vor Ort erfasst werden. Das Angebot wird gemäss Mitteilung des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements von Mitarbeitenden der Einwohnerdienste der Gemeinde betrieben. Damit ist Riehen die erste Gemeinde in der Schweiz ausserhalb eines Kantonshauptorts, welche diese Dienstleistung anbietet.
Bisher mussten Antragstellende für die Erfassung ihrer biometrischen Merkmale das kantonale Zentrum im Spiegelhof in Basel aufsuchen. Das neue Erfassungszentrum im Riehener Gemeindehaus verkürzt für viele Bewohnerinnen und Bewohner der Landgemeinden künftig den Weg und spart Zeit. Gleichzeitig soll damit die städtische Anlaufstelle entlastet werden.
Zahlen und Abwicklung
| Leistungsart | Jährliche Anzahl (Kanton BS) |
|---|---|
| Pässe | bis 17'000 |
| Identitätskarten | rund 22'000 |
Die Gemeinde Riehen bearbeitete bislang bereits rund acht Prozent aller Anträge für Identitätskarten im Kanton. Für die erbrachten Leistungen vergütet der Kanton der Gemeinde die Arbeit nach Aufwand.
Konkrete Folgen für die Bevölkerung
- Wegfall des zusätzlichen Fahrwegs ins kantonale Zentrum im Spiegelhof für viele Riehenerinnen und Riehener sowie Bewohnerinnen und Bewohner umliegender Gemeinden.
- Schnellere, lokal verfügbare Abwicklung von Pass- und ID-Anträgen dank dezentraler Erfassung.
- Entlastung der städtischen Erfassungsstelle in Basel, wodurch Kapazitäten für andere Anliegen frei werden könnten.
Die Einführung in Riehen ist ein Schritt zu dezentraleren Verwaltungsdienstleistungen im Kanton und kann als Modell für weitere Gemeinden dienen. Ob zusätzliche Gemeinden diesem Beispiel folgen, hängt von kantonalen Entscheidungen und der Nachfrage vor Ort ab.
Praktische Hinweise
Wer künftig bei der Gemeinde Riehen biometrische Daten erfassen lassen will, sollte die entsprechenden Öffnungszeiten und Termine der Einwohnerdienste beachten. Details zu erforderlichen Unterlagen und Anmeldeverfahren werden von der Gemeinde publiziert; der Kanton hat angekündigt, die Leistungen nach Aufwand zu vergüten.
Die Neuerung zielt darauf ab, den Zugang zu Ausweisdiensten für die Bevölkerung der Landgemeinden zu vereinfachen und gleichzeitig die städtische Stelle zu entlasten.