Rettungsversuch für Traditionsbetrieb am Marktplatz
Im Konkursverfahren der Basler Confiserie Schiesser ist ein Kaufangebot eingegangen, das Hoffnung auf einen Weiterbetrieb des Traditionslokals weckt. Nach Eröffnung des Konkurses Anfang Juli sieht die Konkursverwaltung gemäss ihrer Publikation ein Angebot über 81'075 Franken (inklusive Mehrwertsteuer) für das bewegliche Inventar und die Wort-Bildmarke «Confiserie Schiesser» vor.
Der Interessent hat zudem erklärt, sämtliche künftigen Verpflichtungen aus bestehenden Dauerschuldverhältnissen zu übernehmen und den Mitarbeitenden ab dem 1. September 2026 neue Arbeitsverträge anzubieten. Diese Übernahme wirkt sich direkt auf die Konkursmasse aus: Sie entlastet finanziell die Gläubiger, weshalb die Konkursverwaltung beabsichtigt, das Angebot anzunehmen.
Bevor der Verkauf jedoch rechtskräftig abgeschlossen wird, erhalten Gläubiger und mögliche Wettbewerber Gelegenheit, ein höheres Angebot einzureichen. Die Frist endet am Montag, 27. Juli, um 12 Uhr.
Was das für Angestellte und Kundinnen bedeutet
- Für die Mitarbeitenden: Aussicht auf neue Arbeitsverträge mit Beginn 1. September 2026, falls das Angebot Bestand hat.
- Für Gläubiger: Die Übernahme von Dauerschuldverhältnissen kann die Auszahlungschancen verbessern, da die Konkursmasse entlastet würde.
- Für die Kundschaft: Der Standort am Marktplatz und die Marke könnten erhalten bleiben; aktuell ist die Confiserie während der Schulsommerferien geschlossen.
Gläubiger und weitere Berechtigte werden gleichzeitig aufgefordert, ihre Forderungen und Ansprüche innerhalb der angesetzten Frist beim Konkursamt Basel-Stadt anzumelden. Schriftliche, bessere Angebote müssen fristgerecht eingereicht werden, damit die Konkursverwaltung sie berücksichtigen kann.
| Datum / Frist | Angabe |
|---|---|
| Kaufangebot | 81'075 Franken (inkl. MwSt.) |
| Übernahme Arbeitsverträge | ab 1. September 2026 |
| Frist für bessere Angebote | 27. Juli, 12:00 Uhr |
Sollte innerhalb der Frist kein höheres, wirtschaftlich vertretbares Angebot eingehen, erscheint die Übernahme durch den jetzigen Interessenten wahrscheinlich. Für die Basler Bevölkerung bliebe damit ein weiteres Stück Stadtgeschichte erhalten — vorausgesetzt, die finanziellen und vertraglichen Vereinbarungen werden wie vorgesehen umgesetzt.