Warnung nach Viral-Video: Unsichtbarer Felsen unter der Mittleren Brücke
Ein lokal tätiger Verein hat mit einem Video auf Social Media auf eine konkret vorhandene Gefahr unter der Mittleren Brücke in Basel hingewiesen. In dem Film ist ein sehr spitzer Felsen zu sehen, der von der Oberfläche des Rheins aus nicht erkennbar ist. Der Verein Rheingeworfen veröffentlichte das Material auf Instagram; das Video wurde bereits über 300'000 Mal angesehen.
Der Verein nutzt das Bildmaterial, um vor dem Sprung von Brücken in den Fluss zu warnen. In Basel ist das Brückenspringen verboten und kann mit einer Busse von bis zu 150 Franken geahndet werden. Trotz dieses Verbots komme es laut Rheingeworfen immer wieder zu solchen Sprüngen, insbesondere von der Wettsteinbrücke.
«Ich sehe regelmässig, wie Leute von der Wettsteinbrücke springen. Es ist einfach gefährlich.»
Dieses Zitat stammt vom Vereinspräsidenten Jeroen Dierssen, der erklärt, dass ein Vereinsmitglied den Felsen entdeckte und filmte. Er betont, das Video sei ein Gegenstück zu den vielen Aufnahmen von Brückenspringern, die im Netz kursierten.
Konkrete Hinweise und lokale Folgen
Die Aufnahme macht deutlich, warum das Verbot besteht: Ein Felsen, der knapp unter der Wasseroberfläche liegt, erhöht das Risiko schwerer Verletzungen bei Kopfsprüngen oder ungünstiger Landung. Für die Bevölkerung bedeutet das konkret:
- Erhöhtes Risiko für Körperverletzungen bei Sprüngen von Brücken.
- Möglichkeit staatlicher Sanktionen: Busse bis 150 Franken.
- Appell an Freizeit- und Jugendgruppen, die den Rhein zur Abkühlung oder Suche nach Adrenalin nutzen.
Rheingeworfen ist ein ehrenamtlicher Verein mit rund 20 Mitgliedern und zusätzlichen Freiwilligen. Er sammelt Fundstücke aus dem Rhein und macht auf Gefahren sowie Umweltprobleme aufmerksam; einige Fundstücke sollen an einer Ausstellung gezeigt werden.
| Fakten | Angabe |
|---|---|
| Videoaufrufe | über 300'000 |
| Mögliche Busse bei Brückenspringen | bis 150 Franken |
| Vereinsgrösse (Rheingeworfen) | 20 Mitglieder |
Die Bilddokumentation macht das Risiko besonders anschaulich: Weil der Felsen unter der Wasseroberfläche nicht sichtbar ist, lässt sich die Gefährdung visuell nicht beurteilen. Für Einsatz- und Rettungskräfte erhöht das solche Situationen, da Prognosen zu Verletzungsmustern schwieriger werden.
Für Baslerinnen und Basler gilt daraus unmittelbar: Beim Aufenthalt am Rhein Vorsicht walten lassen, auf Brückensprünge verzichten und Jugendliche auf die Gefahr hinweisen. Der Hinweis des Vereins richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Gruppen, die den Fluss zur Abkühlung nutzen. Behörden und Rettungsdienste werden auch künftig auf solche Vorfälle reagieren müssen, wenn trotz Verbots gesprungen wird.
Rheingeworfen kündigte an, weiter Aufnahmen zu veröffentlichen und bei seiner Ausstellung Fundstücke aus dem Rhein zu zeigen, um Aufmerksamkeit für Sicherheit und Umweltfragen zu schaffen.