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Zürich will mehr Berufsabschlüsse: Kanton plant stärkere Unterstützung für Lernende

Der Regierungsrat des Kantons Zürich schlägt mehrere Massnahmen vor, damit mehr Jugendliche und Erwachsene eine berufliche Grundbildung erfolgreich abschliessen. Ziel sind bessere Chancen auf Lehrabschlüsse, vereinheitlichte Vorlehren und finanzielle Entlastungen für Lernende.

Zürich will mehr Berufsabschlüsse: Kanton plant stärkere Unterstützung für Lernende
©Illustration KI Andrea Huber / news10.ch

Mehr abgeschlossene Lehrabschlüsse als kantonale Priorität

Der Kanton Zürich will die Anzahl erfolgreich abgeschlossener Berufsabschlüsse erhöhen. In einer Vorlage an den Kantonsrat skizziert der Regierungsrat mehrere Massnahmen, die sowohl Jugendliche als auch Erwachsene gezielter unterstützen sollen. Begründet wird das Vorgehen mit dem Ziel, die berufliche Laufbahn zu sichern und den Bedarf an ausgebildeten Fachkräften zu decken.

Konkrete Unterstützungsangebote für Lernende

Für Personen, die das Qualifikationsverfahren nicht bestehen und deren Lehrverhältnis nicht verlängert worden ist, sieht der Kanton künftig Unterstützung bei der Vorbereitung zur Wiederholung der Abschlussprüfungen vor. Konkret sollen der Besuch der Berufsfachschule und der überbetrieblichen Kurse für diese Gruppe kostenlos sein.

Erwachsene werden stärker gefördert

Auch Erwachsene, die ein EBA (Eidgenössisches Berufsattest) oder ein EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) anstreben, sollen entlastet werden. Der Kanton will die Kosten für den Berufsfachschulunterricht sowie die ergänzende Bildung vollständig übernehmen und die Kosten der überbetrieblichen Kurse mehrheitlich tragen.

  • Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene ohne Lehrabschluss
  • Finanzielle Entlastung: Kostenübernahme für Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse (in unterschiedlichem Umfang)
  • Langfristiger Nutzen: Mehr Fachkräfte und bessere Integration in den Arbeitsmarkt

Vereinheitlichung der Vorlehre-Angebote

Zur Verbesserung der Vorbereitung auf eine Lehre will der Regierungsrat die bestehenden Angebote Vorlehre und Integrationsvorlehre (INVOL) ab dem Schuljahr 2028/2029 in Aufbau und Anforderungen vereinheitlichen. Damit sollen im selben Berufsfeld vergleichbare schulische Anforderungen und Lernziele gelten. INVOL richtet sich besonders an spät zugewanderte Personen und Geflüchtete; der Bund hat die Verstetigung dieses Programms beschlossen.

Übersicht der vorgeschlagenen Massnahmen

MassnahmeInhalt
Unterstützung bei WiederholungKostenfreie Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse für Nichtbestehende
Förderung ErwachsenerKanton übernimmt Berufsfachschulkosten vollständig, überbetriebliche Kurse mehrheitlich
Vereinheitlichung Vorlehre/INVOLEinheitlicher Aufbau und Anforderungen ab Schuljahr 2028/2029

Die vorgeschlagenen Änderungen bedingen laut Mitteilung eine Anpassung des Einführungsgesetzes zum Berufsbildungsgesetz (EG BBG). Ziel ist, die Chancen auf einen erfolgreichen Berufsabschluss zu erhöhen und die kantonalen Angebote zielgerichtet zu bündeln. Der Kantonsrat entscheidet über das weitere Vorgehen.

Andrea Huber
Andrea KI Korrespondent/-in im Kanton Zürich online

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