Der Weinbau im Kanton Zug erreicht einen sichtbaren Meilenstein: Sandra Fuchs (Weinberg Niederwil, Cham) und Karin Holzgang (Weinbau Holzgang, Buonas) haben nach mehrjähriger Ausbildung ihr Diplom als Weinfachfrau EFZ erhalten. Damit verfügt der Kanton erstmals über offiziell diplomierte Winzerinnen, wie eine Mitteilung der lokalen Branche berichtet.
Konkrete Folgen für die Region
Die Abschlüsse stehen nicht nur symbolisch für eine stärkere Verankerung des Weinbaus in Zug, sondern bringen auch praktisches Know-how in die Betriebe: Moderne Anbaumethoden, fachliche Verarbeitung und vinologische Kenntnisse sollen die Qualität und Nachhaltigkeit der lokalen Produktion erhöhen. Der Winzerberuf in der Region gewinnt damit an Professionalität und Attraktivität.
Die Entwicklung bleibt nicht bei zwei Absolventinnen stehen: Bereits in Kürze starten zwei weitere Frauen dieselbe Ausbildung. Für die Branche bedeutet dies eine Verstärkung des Fachpersonals sowie mehr Frauenpower in einem Gebiet, das in den letzten Jahren durch Pioniergeist und Innovation geprägt wurde.
- Abgeschlossene Ausbildungen: Sandra Fuchs, Karin Holzgang (Weinfachfrau EFZ)
- Nachwuchs: Zwei weitere Zugerinnen beginnen die Ausbildung demnächst
- Flächenentwicklung: Neuer Rebberg auf dem Guggi-Hügel in der Stadt Zug; 1'700 neue Rebstöcke bei Weinbau Holzgang in Buonas (gepflanzt im Mai)
Die Betriebe setzen vermehrt auf moderne, pilzwiderstandsfähige Rebsorten, um einen nachhaltigeren Anbau zu ermöglichen. Solche Sorten reduzieren den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und sind damit ein Teil der Strategie, Zuger Weinbau umweltverträglicher zu gestalten.
| Person | Betrieb | Ort |
|---|---|---|
| Sandra Fuchs | Weinberg Niederwil | Cham |
| Karin Holzgang | Weinbau Holzgang | Buonas |
Die IG Weingartenhof hat zudem in der Stadt Zug auf dem Guggi-Hügel einen neuen Rebberg angelegt. Solche Initiativen steigern die Sichtbarkeit des Weinbaus in der Bevölkerung und bieten Möglichkeiten für lokale Vermarktung und Weintourismus.
Weitere Informationen bietet die Website www.zuger-weine.ch sowie das neue Buch «Weinkultur am Zugersee», in dem die Entwicklung und Kultur des regionalen Weinbaus zusammengefasst werden. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet die Entwicklung konkretere Herkunftsangaben, mehr lokale Produkte im Angebot und eine wachsende Zahl an qualifizierten Produzentinnen.
Insgesamt signalisiert das Diplom der beiden Frauen einen strukturellen Fortschritt: Fachliche Qualifikation trifft auf wachsende Rebflächen und nachhaltige Sortenwahl – Faktoren, die den Zuger Weinbau in den nächsten Jahren prägen dürften.