Stadt Zug erlaubt temporäre Übertragungen in bestehenden Gastrobetrieben
Die Stadt Zug hat die Nacht vom Samstag auf den Sonntag zur Freinacht erklärt, damit das WM-Viertelfinalspiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen Argentinien in der Öffentlichkeit verfolgt werden kann. Die Bewilligung richtet sich primär an Gastronomiebetriebe und soll eine gemeinsame Erlebnismöglichkeit für die Bevölkerung schaffen, ohne die üblichen Auflagen dauerhaft zu lockern.
Laut Mitteilung sind temporäre Fernseh- und Projektionsübertragungen mit Ton nur in bereits bestehenden Gartenwirtschaften und Innenräumen erlaubt. Die Stadt knüpft damit an positive Erfahrungen bei früheren Fussball-Grossanlässen an: Diese Angebote seien rege genutzt worden, und die Betreiberinnen und Betreiber hätten sich an die Auflagen gehalten.
«Der Einzug der Schweizer Nationalmannschaft in den WM-Viertelfinal ist ein aussergewöhnlicher sportlicher Erfolg und ein besonderer Moment für viele Menschen. Wir freuen uns, wenn die Zugerinnen und Zuger dieses historische Spiel gemeinsam erleben und mitfiebern können», sagte Stadträtin Barbara Gysel.
Was erlaubt ist — und was nicht
Die wichtige Praxisregel: Die Übertragungsflächen sind in der Grösse beschränkt, zusätzliche Aussenflächen und temporäre Bauten bleiben untersagt. Das hat unmittelbare Folgen für Lokalbetreiberinnen und -betreiber sowie Besucherinnen und Besucher:
- Erlaubt: Bildschirme und Projektionsflächen mit weniger als 3 Metern Diagonale.
- Erlaubt: Nutzung von bestehenden Gartenwirtschaften und Innenräumen.
- Nicht erlaubt: Erweiterung der Aussenflächen.
- Nicht erlaubt: Zusätzliche Einrichtungen wie Teppiche oder Zelte.
| Regel | Gültigkeit |
|---|---|
| Grösse Bildschirme/Projektionen | < 3 m Diagonale |
| Ort | Bestehende Gartenwirtschaften und Innenräume |
| Erweiterungen | Nicht erlaubt |
| Temporäre Ausstattungen (Zelte/Teppiche) | Nicht erlaubt |
Die Regelung ist ausdrücklich temporär und gilt für den Anlass: Das Ziel ist, den öffentlichen Raum kontrolliert zu öffnen, ohne zusätzliche dauerhafte Flächen oder Installationen zuzulassen. Für Betreiberinnen und Betreiber bedeutet dies, dass sie kurzfristig Öffentlichkeitsangebote anbieten können, die Infrastruktur aber nicht erweitern dürfen.
Konkrete Auswirkungen für Zug
Für Besucherinnen und Besucher heisst das: Wer das Spiel in einer Gastrowirtschaft oder deren Gartenwirtschaft sehen möchte, kann dies unter den genannten Bedingungen tun. Private Public-Viewing-Areale ausserhalb bestehender Gastronomie sind nicht gedeckt. Für das städtische Umfeld ist die Massnahme ein Versuch, kollektives Fussballerlebnis zu ermöglichen und gleichzeitig Ordnung und Sicherheit zu wahren.
Die Stadt betont die Verbundenheit der Bevölkerung mit dem sportlichen Erfolg: Der Einzug in den WM-Viertelfinal ist ein seltener Moment, der nun innerhalb klarer Rahmenbedingungen öffentlich gefeiert werden darf.