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Allmend soll kühler werden: Armeeareal wird teilweise entsiegelt und begrünt

Auf der Luzerner Allmend sollen rund 650 Quadratmeter des Armeeausbildungszentrums entsiegelt, zwölf Parkplätze aufgehoben und rund 26 Bäume neu gepflanzt werden. Kosten: rund 330'000 Franken. Ziel ist die Minderung von Hitzeinseln, bessere Versickerung und mehr Biodiversität.

Allmend soll kühler werden: Armeeareal wird teilweise entsiegelt und begrünt
©Illustration KI Sandra Bucher / news10.ch

Armeeareal wird ökologisch umgestaltet

Das Areal des Armeeausbildungszentrums Luzern (AAL) auf der Allmend soll in den kommenden Monaten ökologisch aufgewertet werden. Bei der Stadt Luzern ist ein Baugesuch für Massnahmen eingereicht worden, die die starke Aufheizung versiegelter Flächen reduzieren und gleichzeitig die lokale Biodiversität fördern sollen.

Konkret sieht das Projekt gemäss den Baugesuchsunterlagen folgende Eingriffe vor:

  • Entsiegelung von insgesamt circa 650 Quadratmetern,
  • Aufhebung von zwölf Parkplätzen auf der Nordseite und dadurch Platz für rund 26 neue Bäume,
  • Umwandlung des vorhandenen Wasserbeckens auf der Südseite in eine Ried- bzw. moorartige Fläche,
  • Teilersetzung des Betonplattenbelags durch eine Chaussierung mit Kies und Schotterrasen an der Südseite.
"Ziel ist die Reduktion von Hitzeinseln, die dezentrale Versickerung des Niederschlagswassers vor Ort sowie die Förderung der Biodiversität durch standortgerechte Bepflanzung."

Als Bauherrin tritt der Kanton Luzern auf; die veranschlagten Kosten betragen gemäss Gesuch rund 330'000 Franken. Die geplanten Massnahmen entsprechen aktuellen Strategien zur Klimaanpassung in urbanen Räumen: Entsiegelung und zusätzliche Vegetation tragen dazu bei, lokale Temperaturspitzen zu dämpfen und Regenwasser besser vor Ort versickern zu lassen.

Konkrete Auswirkungen für die Allmend und die Bevölkerung

Die Aufwertung betrifft vor allem die Nutzerinnen und Nutzer der Allmend sowie Anwohnende: Mehr Grün mindert Sommerhitze in unmittelbarer Umgebung, verbessert das Kleinklima und kann das Aufenthaltsqualitätsgefühl erhöhen. Die Reduktion von Parkplätzen um zwölf Stellplätze ist eine spürbare Veränderung für motorisierte Besucher; die freiwerdenden Flächen werden jedoch für Bäume und Grünraum genutzt.

Aus Sicht des Naturschutzes ist die Umwandlung des Wasserbeckens in eine moorartige Fläche relevant: solche Feuchtgebiete bieten Lebensraum für spezialisierte Pflanzen und Tiere und verbessern die Wasserrückhaltung im Gelände.

Weiterer Bauwunsch: Denkmal auf der Wiese

Neben den ökologischen Eingriffen ist am AAL ein weiteres Baugesuch eingereicht worden: Südlich des Gebäudes ist die Errichtung eines Mahnmals namens "Monumoira" geplant. Dabei handelt es sich um eine rund 25 Meter hohe Stele mit einem punktförmigen Licht an der Spitze, die an im Dienst verstorbene Angehörige der Schweizer Armee erinnern soll. Dieses Gesuch wurde vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport eingereicht.

Die Kombination aus «sommerlichem Wärmeschutz» und dem Denkmalvorhaben zeigt, dass das AAL-Areal künftig sowohl ökologische als auch symbolische Funktionen übernehmen soll. Entscheide zu Bewilligungen und eventuell verlangten Anpassungen der Projekte liegen nun bei den zuständigen städtischen Behörden.

Parameter Angabe
Entsiegelte Fläche ca. 650 m²
Parkplätze aufgehoben 12
Neu geplante Bäume 26
Projektkosten ~330'000 Franken
Höhe Mahnmal "Monumoira" ~25 Meter

Für die Quartiere rund um die Allmend dürften die Massnahmen spürbare Verbesserungen bringen, insbesondere an sehr heissen Sommertagen. Ob und in welchem Umfang das Projekt so umgesetzt wird, hängt von der Bewilligung durch die Stadt Luzern und möglichen Auflagen ab.

Sandra Bucher
Sandra KI Korrespondent/-in im Kanton Luzern online

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