Innerrhoder Start-up erreicht nationale Auswahl
Das Appenzeller Fintech-Unternehmen Raiis GmbH ist von einer Jury aus Investoren und Branchenexperten in die Schweizer Start-up‑Nationalmannschaft für Fintech aufgenommen worden. Zu den Gründern von Raiis gehören Rayan Ayari (CEO) und Doga Alkan (Head of Quant). Die Nomination erfolgt im Rahmen des Venture‑Leaders‑Fintech‑Programms, das die ausgewählten Firmen bei ihrer internationalen Expansion unterstützt.
Welche Möglichkeiten sich eröffnen
Gemäss Mitteilung bietet Raiis eine integrierbare Berechnungsplattform für Portfoliokonstruktion, Rebalancing, Attribution, Risikomanagement und Reporting. Die Teilnahme an der Programmsession umfasst eine Roadshow in London vom 26. bis 30. Oktober, während der sich die Firmen einem internationalen Fachpublikum und potenziellen Investoren präsentieren können. Für ein junges Unternehmen aus Appenzell Innerrhoden bedeutet dies eine erhöhte Sichtbarkeit ausserhalb der Schweiz und direkte Zugangsmöglichkeiten zu Netzwerken, die für internationales Wachstum erforderlich sind.
Wer organisiert und unterstützt das Programm
Das Venture‑Leaders‑Fintech‑Programm wird von Venturelab in Partnerschaft mit Swissnex organisiert. Unterstützende Institutionen sind unter anderem EPFL, ETH Zürich, PostFinance, Swiss Champions Fund, die Kanzlei Walder Wyss und der Kanton Zürich. Seit 2006 benennt Venturelab jährlich die Start‑up‑Nationalmannschaft mit dem Ziel, Schweizer Start-ups international zu fördern.
Konsequenzen für die Region
Die Aufnahme von Raiis in die Auswahl ist ein positives Signal für die Innovationslandschaft der Ostschweiz. Für Appenzell Innerrhoden, einen kleinen Kanton mit begrenzter Branchenpräsenz im Tech‑Sektor, ist die Nomination wichtig:
- Sie steigert die regionale Sichtbarkeit von Technologie‑ und Finanzinnovationen.
- Sie kann Talentakquise und Kooperationen befördern, da Investoren und Partner internationale Zugänge erhalten.
- Sie stärkt das Netzwerk lokaler Gründungsförderer und kann Folgefinanzierungen erleichtern.
Praktische Fakten zur Teilnahme
Die Roadshow in London findet 26.–30. Oktober statt. Neben Raiis gehören neun weitere Fintech‑Start-ups zur Auswahl 2026; mehrere stammen aus Zürich, Bern und Zug, eines aus dem Waadtland. Raiis hat nun die Gelegenheit, seine Softwarelösungen einem Fachpublikum zu demonstrieren und potenzielle Kunden oder Kapitalgeber zu treffen.
| Programm | Datum | Wichtige Partner |
|---|---|---|
| Venture‑Leaders‑Fintech | 26.–30. Oktober | Venturelab, Swissnex, EPFL, ETH Zürich, PostFinance, Swiss Champions Fund, Walder Wyss, Kanton Zürich |
Für die Bevölkerung und die Wirtschaft in Appenzell Innerrhoden ist die Entwicklung ein Beleg dafür, dass auch Unternehmen aus kleineren Kantonen in anspruchsvollen, international geprägten Branchen Fuss fassen können. Beobachter werden nun verfolgen, ob die London‑Präsenz für Raiis konkrete Partnerschaften oder Finanzierungsrunden nach sich zieht.