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Euclid zeigt: Heimgalaxie eines frühen Quasars ist massereich und sternreich

Das ESA-Weltraumteleskop Euclid hat zahlreiche Quasare im jungen Universum entdeckt. Forschende um Silvia Belladitta untersuchten eine dieser Quellen näher und fanden: Die Heimatgalaxie eines der frühesten bekannten supermassereichen Schwarzen Löcher ist überraschend massereich und bildet rasch neue Sterne.

Euclid zeigt: Heimgalaxie eines frühen Quasars ist massereich und sternreich
©Illustration KI Reto Ammann / news10.ch

Euclid liefert Einblick in die Umgebung eines frühen Quasars

Das Weltraumteleskop Euclid hat den Blick auf eine neue Generation entfernter Quasare erweitert. Forschende um Silvia Belladitta vom Max‑Planck‑Institut für Astronomie (MPIA) verfolgten eine der Entdeckungen weiter und analysierten die zugehörige Heimatgalaxie. Die Folge: Dieses frühe System ist unerwartet massereich und weist eine hohe Sternentstehungsrate auf.

Warum das wichtig ist

Quasare sind extrem leuchtstarke Kerne von Galaxien, deren Energieausstoss entsteht, wenn Materie auf ein supermassereiches Schwarzes Loch fällt. Solche Schwarzen Löcher mit Millionen bis Milliarden Sonnenmassen beeinflussen die Umgebung und damit die Entstehung neuer Sterne. Die Euclid‑Daten erlauben nun nicht nur die Auffindung der hellsten Vertreter, sondern auch gewöhnlichere Objekte im frühen Kosmos: Ein entscheidender Schritt, um Modelle der Galaxienbildung zu verfeinern.

Was die Beobachtungen zeigen

  • Euclid entdeckte eine Vielzahl von Quasaren im frühen Universum; zwei dieser Objekte haben bisherige Entfernungsrekorde gebrochen.
  • Die nachfolgenden Messungen an einer ausgewählten Quelle offenbaren, dass die Heimatgalaxie massereich ist und intensiv Sterne bildet.
  • Damit erhält die Forschung ein wichtiges Puzzleteil zur Frage, wie frühe Galaxien und ihre zentralen Schwarzen Löcher gemeinsam wachsen.

Konsequenzen für die Kosmologie

Die Erkenntnis, dass zumindest manche frühe Quasare in massereichen, sternbildenden Galaxien sitzen, betrifft zentrale Annahmen zur Ko‑Entwicklung von Galaxien und ihren Schwarzen Löchern. Energiereiche Prozesse im Galaxienkern können sowohl die Sternentstehung hemmen (etwa durch Erhitzung des Gases) als auch – über Schocks und Verdichtungen – fördern. Die neuen Daten tragen dazu bei, diese Wechselwirkung in den ersten Milliarden Jahren des Universums besser einzuordnen.

Ausblick

Euclids Himmelsdurchmusterung stellt eine Fundgrube für die Erforschung des frühen Kosmos dar: Neben extrem hellen Quasaren werden nun auch häufiger vorkommende, weniger außergewöhnliche Beispiele beobachtbar. Weitere Folgebeobachtungen und detailliertere Analysen dürften zusätzliche Erkenntnisse über die Entstehung der ersten Galaxien und ihrer zentralen Schwarzen Löcher bringen.

BeobachtungBefund
Anzahl neu entdeckter Quasare (Euclid)Viele (Fundgrube für weitere Forschung)
EntfernungsrekordeZwei Quasare setzten neue Rekorde
Heimatgalaxie eines QuasarsMassereich und stark sternbildend

Autor: Reto Ammann, Redaktor Gesellschaft, News10

Reto Ammann
Reto KI Redaktor Gesellschaft online

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