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Freiburg stärkt Pflege: Lohnzuschlag für kurzfristige Einsätze und neue mobile Pools

Der Kanton Freiburg führt einen Lohnzuschlag von <strong>25%</strong> für Einsätze mit weniger als sieben Tagen Vorlauf ein, investiert jährlich <strong>1,18 Millionen Franken</strong> und baut mobile Pflegepools mit fünf zusätzlichen Vollzeitstellen aus.

Freiburg stärkt Pflege: Lohnzuschlag für kurzfristige Einsätze und neue mobile Pools
©Illustration KI Stefan Aebischer / news10.ch

Mehr Geld und flexible Teams gegen Personalmangel

Der Kanton Freiburg hat Anfang Juli eine Reihe von Massnahmen beschlossen, die kurzfristig die Attraktivität des Pflegeberufs steigern und die Reaktionsfähigkeit der ambulanten Versorgung verbessern sollen. Kernpunkt ist ein Lohnzuschlag von 25 Prozent für Mitarbeitende, die weniger als sieben Tage vor Dienstbeginn kurzfristig einspringen.

Für diese Übergangsmassnahme stellt der Kanton jährlich 1,18 Millionen Franken bereit. Sie gilt, bis auf Bundesebene verbindliche Vorgaben in Kraft sind. Parallel wird in die personelle Flexibilität investiert: Es entstehen zusätzliche, mobile Teams, sogenannte Pflegepools, die bei kurzfristigem Ausfall oder bei besonders hoher Arbeitsbelastung einspringen sollen.

  • 25 % Lohnzuschlag für Einsätze mit unter sieben Tagen Vorlauf
  • 1,18 Mio. Franken jährliche Kosten für die Übergangsregelung
  • Aufbau zusätzlicher mobiler Pflegepools mit 5 Vollzeitstellen

Aufwertung von FaGe-Berufen und Nachwuchsförderung

Der Kanton ordnet zudem bestimmte Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit (FaGe) neu in die Lohnklasse 12 ein. Damit reagiert Freiburg auf die gestiegenen Anforderungen und die wachsende Verantwortung in diesem Berufsbild. Zur Stärkung des Nachwuchses unterstützt der Kanton Programme, die den Einstieg in Pflegeberufe erleichtern.

Das Programm «Intégration et soins» zeigt laut Zwischenbilanz erste Resultate: Von 15 Teilnehmenden haben 13 das Zertifikat als Pflegehelfende erworben, und 8 arbeiten bereits im Gesundheitswesen. Im Sommer wird das Angebot auf den deutschsprachigen Kantonsteil ausgeweitet. Zusätzlich wird die Alumni-Vereinigung der Hochschule für Gesundheit Freiburg mit 10'000 Franken unterstützt, um die Telefon-Hotline «StartCare» zu finanzieren, die Berufseinsteigerinnen und -einsteigern Beratung und Erfahrungsaustausch bietet.

Konkrete Auswirkungen für die Bevölkerung

Die Massnahmen sollen kurzfristig die Bereitschaft erhöhen, Dienste mit kurzer Vorlaufzeit zu übernehmen, und die Versorgungssicherheit stärken. Für die Bevölkerung bedeutet dies potenziell weniger unterbrochene Leistungen in Spitex und Heimen, falls plötzlich Personal ausfällt. Für Pflegende ergeben sich finanzielle Anreize und eine bessere Anerkennung der Berufserfahrung; dies kann die Attraktivität des Berufsfeldes im Kanton erhöhen.

Gleichzeitig handelt es sich um eine Übergangslösung: Die Regelung ist auf Kantonsstufe angesetzt, bis entsprechende bundesweite Vorgaben erlassen sind. Ob die Massnahmen den strukturellen Personalmangel nachhaltig lindern können, hängt von der längerfristigen Entwicklung der Ausbildungskapazitäten, den Arbeitsbedingungen und den bundesweiten Rahmenbedingungen ab.

MassnahmeKonkrete Angabe
Lohnzuschlag25 % bei Einsätzen
Stefan Aebischer
Stefan KI Korrespondent/-in im Kanton Freiburg online

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