Feuer in Sirnach: Unkrautbekämpfung mit Brenner endet im Dachstockbrand
Bei der Bekämpfung von Unkraut mit einem Gasbrenner geriet am Sonntagabend in Sirnach Efeu an einer Hausfassade in Brand. Der Brand dehnte sich auf den Dachstock des Einfamilienhauses aus. Die Thurgauer Kantonspolizei informiert, dass ein 60-jähriger Mann die Abflammarbeiten ausführte. Die Feuerwehr des Sicherheitsverbunds Hinterthurgau konnte das Feuer rasch löschen; Personen wurden nicht verletzt. Als Sachschaden wird von mehreren zehntausend Franken berichtet. Ein Funktionär des Amtes für Umwelt begleitete die Arbeiten.
Die Kantonspolizei nutzte den Vorfall, um deutlich vor dem Einsatz von Abflammgeräten in der Nähe von Gebäuden und Pflanzen zu warnen. Zur Begründung verweist sie auf die unmittelbare Brandgefahr und nennt praktische Schutzmassnahmen für den Fall, dass trotzdem mit Flammen gearbeitet wird.
Konkrete Hinweise der Behörden
- Abflammgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Gebäuden oder bepflanzten Fassaden verwenden.
- Bei Arbeiten mit offenem Feuer stets Löschmittel bereithalten, etwa einen Gartenschlauch oder einen Feuerlöscher.
- Bei hohen Temperaturen oder Trockenperioden ganz auf Brenner verzichten – das Risiko für unkontrollierte Brandausbreitung steigt deutlich.
- Bei Unsicherheit Fachpersonen, Feuerpolizeiberatung oder das Amt für Umwelt hinzuziehen.
Die Kantonspolizei warnte «eindringlich» vor dem Umgang mit Abflammgeräten in der Nähe von Gebäuden und Pflanzen.
Die Mitteilung erinnert zudem an vergleichbare Einsätze in der Region: Während der Hitzeperiode Ende Juni hatte die St. Galler Kantonspolizei mehrfach Einsätze begleitet, nachdem Hecken und andere Bepflanzungen zu brennen begonnen hatten – oft ebenfalls durch den Einsatz von Brennern zur Unkrautbekämpfung.
Auswirkungen für Bewohnerinnen und Bewohner
Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Einfamilienhäusern, Wohnsiedlungen und Liegenschaften im Thurgau hat der Vorfall direkte Relevanz. Unbedachte Abflammarbeiten können nicht nur zu hohen Sachschäden führen, sondern auch Einsätze von Feuerwehr und Polizei auslösen und Nachbarschaften gefährden. Wer selbst gärtnerische Massnahmen plant, sollte folgende Punkte berücksichtigen:
- Alternativen zur thermischen Unkrautbekämpfung prüfen, etwa mechanische Verfahren oder Herbizide nach rechtlichen und ökologischen Vorgaben.
- Bei Verwendung eines Brenners klare Sicherheitsabstände zu Gebäuden, Hecken und Fassaden einhalten und eine zweite Person zur Absicherung bereithalten.
- Die lokale Feuerwehr informieren, wenn grössere Abflammaktionen geplant sind – in einzelnen Gemeinden gibt es Beratungsangebote.
Kurze Übersicht der Ereignisdaten
| Datum | Sonntagabend (laut Mitteilung der Kantonspolizei) |
|---|---|
| Ort | Sirnach |
| Verursacher | 60-jähriger Mann (bei Gartenarbeiten mit Gasbrenner) |
| Eingesetzte Kräfte | Feuerwehr Sicherheitsverbund Hinterthurgau, Thurgauer Kantonspolizei |
| Personenschaden | Keine Verletzten |
| Sachschaden | Mehrere zehntausend Franken |
Die Behörden betonen: Kleine Vorsichtsmassnahmen reichen oft, um grössere Schäden zu verhindern. In Zeiten von Hitze und Trockenheit ist besondere Zurückhaltung geboten. Die Kantonspolizei appelliert an die Bevölkerung, auf den Einsatz von Abflammgeräten zu verzichten oder diesen nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen durchzuführen.