Glarner Schützen holen Gold im Ständematch
Beim Ständematch des Eidgenössischen Schützenfests feierte der Kanton Glarus einen bemerkenswerten Erfolg: Das Team setzte sich in der Kategorie 300 m Gewehr 2-Stellung Elite Sport gegen die Konkurrenz durch und gewann die Goldmedaille. Entscheidenden Anteil am Sieg hatte das starke Schlussresultat von Res Stüssi, der mit dem Tageshöchstwert von 585 Punkten nicht nur den Erfolg des Teams besiegelte, sondern auch die Einzelwertung für sich entschied.
Verlauf und Schlüsselmomente
Der Wettkampf war über weite Strecken eng: Ein durchzogener Start des Teams – mit Silvio Freitag, der mit 572 Punkten begann – wurde in der Folge von den Landolt-Geschwistern stabilisiert. Gina Landolt erzielte 580 Punkte, Tim Landolt 582 Punkte. Mit dem starken Abschlussdurchgang von Res Stüssi setzte Glarus den entscheidenden Akzent und blieb am Ende knapp vor Nidwalden, das lediglich um 5 Ringe geschlagen wurde. Dritter wurde Freiburg mit insgesamt 2303 Ringen.
Nachwuchs zeigt Potenzial
Auch junge Glarner standen im Rampenlicht. Ein gesondert erwähntes Team mit den Jöhl-Schwestern und Lio Wickihalder präsentierte sich mit vielversprechenden Leistungen: Nadine Jöhl (14 Jahre) erzielte 543 Punkte, ihre Schwester Corinne Jöhl schoss im zweiten Umgang 578 Punkte und Lio Wickihalder erreichte ebenfalls 585 Punkte. Mit einer Gesamtsumme von 1706 Punkten fehlte dem jungen Trio nur 4 Ringe auf das Podest in ihrer Kategorie – ein Hinweis darauf, dass in den kommenden Jahren mit weiteren guten Resultaten aus dem Kanton zu rechnen ist.
Einzel- und Kaderkonkurrenz
In der Einzelwertung setzte sich Res Stüssi mit der höchsten Innenzehner-Anzahl durch; er verwies punktgleich Samuel Christen auf den zweiten Rang, wobei die Innenzehner zugunsten Stüssis ausschlaggebend waren (Stüssi 30 Innenzehner gegenüber 21 bei Christen). Die Berichterstattung hebt zudem die Präsenz namhafter Athletinnen und Athleten wie Chiara Leone, Nina Christen, Jan Lochbihler sowie die «Jäggi-Sister» hervor, die das hohe Niveau des Wettkampfs prägten.
Folgen für Vereine und Standorte im Kanton
Der Erfolg hat mehrere praktische Auswirkungen für den Kanton: Er stärkt die Sichtbarkeit der Schützenvereine, erhöht die Motivation im Nachwuchsbereich und dürfte die lokale Unterstützung für Trainingsinfrastrukturen und Klubangebote fördern. Vereinsverantwortliche können diesen Erfolg für Werbung und Nachwuchsrekrutierung nutzen, National- und Kadersportler als Vorbilder zeigen Wirkung bei Lernenden und Jugendlichen.
- Team: Glarus (Gold) — Gesamterfolg in 300 m Gewehr 2-Stellung
- Einzelbestleistung: Res Stüssi — 585 Punkte (Tageshöchstresultat)
- Knappes Rennen: Nidwalden nur 5 Ringe Rückstand; Freiburg Dritter mit 2303 Ringen
| Platz | Kanton | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Glarus | — (Gold, inkl. Stüssi 585) |
| 2 | Nidwalden | 5 Ringe Rückstand auf Glarus |
| 3 | Freiburg | 2303 Ringe |
Der Erfolg der Glarner Schützinnen und Schützen zeigt, dass der Kanton auch gegen traditionell starke Kantone wie Bern, St. Gallen und Zürich mithalten kann, insbesondere wenn erfahrene Schützen und talentierter Nachwuchs zusammenspielen. Für die Bevölkerung des Kantons bleibt dies ein positives Signal für die Zukunft des Schiesssports vor Ort.