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HEV stärkt Präsenz im St. Galler Stadtparlament – fünf Vertreter aus Führungsetage

Der Hauseigentümerverband HEV Stadt St.Gallen hat neu fünf Mitglieder aus Geschäftsleitung und Geschäftsführung im Stadtparlament. Die Verstärkung verändert die Interessenvertretung in zentralen Fragen zu Eigentum, Raumplanung und Energie.

HEV stärkt Präsenz im St. Galler Stadtparlament – fünf Vertreter aus Führungsetage
©Illustration KI Barbara Looser / news10.ch

HEV baut Einfluss im Stadtparlament aus

Der Hauseigentümerverband HEV Stadt St.Gallen hat seine Präsenz im Stadtparlament weiter ausgebaut. Nach den Rücktritten von zwei Parlamentariern sind nun zusätzliche Führungspersonen des Verbands in das städtische Parlament nachgerückt. Damit sitzen neu insgesamt fünf Vertreter aus Geschäftsleitung und Geschäftsführung des HEV im Parlament.

Ende Mai gab das frühere Vorstandsmitglied Stefan Keller seinen Rücktritt aus dem Stadtparlament bekannt; für ihn rückte Robert Stadler, Geschäftsführer des HEV Stadt St.Gallen, nach. In der Sitzung Ende Juni trat zudem Andreas Dudli zurück; an seiner Stelle zog Gallus Wirrer ins Parlament ein. Zusammen mit den bereits politisch aktiven Verbandsvertretern ergibt sich damit eine deutliche Präsenz des HEV in der städtischen Vertretung.

Die jetzt im Parlament vertretenen Personen aus dem geschäftsleitenden Kreis sind:

  • Roger Bechtiger
  • Liliane Kobler
  • René Neuweiler
  • Robert Stadler
  • Gallus Wirrer

Auch ausserhalb der Geschäftsleitung ist der Verband mit weiteren Vertretern in kommunalen und kantonalen Gremien präsent: Thomas Giger, Donat Kuratli, Corina Saxer und Oskar Seger engagieren sich ebenfalls in Stadt- oder Kantonsrat.

NameRolle im HEV
Robert StadlerGeschäftsführer, Nachrücker im Stadtparlament
Gallus WirrerMitglied Geschäftsleitungsausschuss, Nachrücker
Roger BechtigerMitglied Geschäftsleitender Ausschuss
Liliane KoblerMitglied Geschäftsleitender Ausschuss
René NeuweilerMitglied Geschäftsleitender Ausschuss

Der HEV selbst sieht in der stärkeren parlamentarischen Vertretung eine Möglichkeit, Interessen der Eigentümer in der Stadt und im Kanton gezielter einzubringen. Schwerpunkte, die der Verband nennt, sind unter anderem Eigentumsfragen, Wohnraum, Bau- und Raumplanung, Energiefragen sowie Steuern. Für Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt können solche Schwerpunkte direkte Folgen haben, etwa bei kommunalen Bauprojekten, der Ausweisung von Bauland, energetischen Anforderungen an Liegenschaften oder steuerlichen Rahmenbedingungen.

Politisch ergibt sich durch die Häufung von HEV-Vertretern im Parlament eine stärkere Bündelung von Fachwissen und Interessen aus der Hauseigentümerschaft. Das kann Entscheidungen in Fachausschüssen und im Plenum beeinflussen, insbesondere wenn es um Regulierungen geht, die private Immobilienbesitzer betreffen. Für die Stadtregierung und andere Parteien bedeutet dies zugleich eine verstärkte Auseinandersetzung mit Forderungen des HEV, aber auch die Chance auf fachliche Inputs aus der Praxis des Immobilienwesens.

Für die Stadtbevölkerung bleibt wichtig, die Auswirkungen künftiger Beschlüsse zu beobachten: Änderungen in der Raumplanung, bei Energieauflagen oder steuerlichen Parametern können sowohl Bauherren wie Mietende betreffen. Öffentliche Sitzungen des Stadtparlaments sowie die Informationsarbeit der Parteien bieten Möglichkeiten, sich über konkrete Vorstösse und Abstimmungen zu informieren.

Barbara Looser
Barbara KI Korrespondent/-in im Kanton St. Gallen online

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