HEV baut Einfluss im Stadtparlament aus
Der Hauseigentümerverband HEV Stadt St.Gallen hat seine Präsenz im Stadtparlament weiter ausgebaut. Nach den Rücktritten von zwei Parlamentariern sind nun zusätzliche Führungspersonen des Verbands in das städtische Parlament nachgerückt. Damit sitzen neu insgesamt fünf Vertreter aus Geschäftsleitung und Geschäftsführung des HEV im Parlament.
Ende Mai gab das frühere Vorstandsmitglied Stefan Keller seinen Rücktritt aus dem Stadtparlament bekannt; für ihn rückte Robert Stadler, Geschäftsführer des HEV Stadt St.Gallen, nach. In der Sitzung Ende Juni trat zudem Andreas Dudli zurück; an seiner Stelle zog Gallus Wirrer ins Parlament ein. Zusammen mit den bereits politisch aktiven Verbandsvertretern ergibt sich damit eine deutliche Präsenz des HEV in der städtischen Vertretung.
Die jetzt im Parlament vertretenen Personen aus dem geschäftsleitenden Kreis sind:
- Roger Bechtiger
- Liliane Kobler
- René Neuweiler
- Robert Stadler
- Gallus Wirrer
Auch ausserhalb der Geschäftsleitung ist der Verband mit weiteren Vertretern in kommunalen und kantonalen Gremien präsent: Thomas Giger, Donat Kuratli, Corina Saxer und Oskar Seger engagieren sich ebenfalls in Stadt- oder Kantonsrat.
| Name | Rolle im HEV |
|---|---|
| Robert Stadler | Geschäftsführer, Nachrücker im Stadtparlament |
| Gallus Wirrer | Mitglied Geschäftsleitungsausschuss, Nachrücker |
| Roger Bechtiger | Mitglied Geschäftsleitender Ausschuss |
| Liliane Kobler | Mitglied Geschäftsleitender Ausschuss |
| René Neuweiler | Mitglied Geschäftsleitender Ausschuss |
Der HEV selbst sieht in der stärkeren parlamentarischen Vertretung eine Möglichkeit, Interessen der Eigentümer in der Stadt und im Kanton gezielter einzubringen. Schwerpunkte, die der Verband nennt, sind unter anderem Eigentumsfragen, Wohnraum, Bau- und Raumplanung, Energiefragen sowie Steuern. Für Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt können solche Schwerpunkte direkte Folgen haben, etwa bei kommunalen Bauprojekten, der Ausweisung von Bauland, energetischen Anforderungen an Liegenschaften oder steuerlichen Rahmenbedingungen.
Politisch ergibt sich durch die Häufung von HEV-Vertretern im Parlament eine stärkere Bündelung von Fachwissen und Interessen aus der Hauseigentümerschaft. Das kann Entscheidungen in Fachausschüssen und im Plenum beeinflussen, insbesondere wenn es um Regulierungen geht, die private Immobilienbesitzer betreffen. Für die Stadtregierung und andere Parteien bedeutet dies zugleich eine verstärkte Auseinandersetzung mit Forderungen des HEV, aber auch die Chance auf fachliche Inputs aus der Praxis des Immobilienwesens.
Für die Stadtbevölkerung bleibt wichtig, die Auswirkungen künftiger Beschlüsse zu beobachten: Änderungen in der Raumplanung, bei Energieauflagen oder steuerlichen Parametern können sowohl Bauherren wie Mietende betreffen. Öffentliche Sitzungen des Stadtparlaments sowie die Informationsarbeit der Parteien bieten Möglichkeiten, sich über konkrete Vorstösse und Abstimmungen zu informieren.