Der Kreisverband der Linken hat am Sonntag auf der Insel Buhnenwerder eine neue Arbeitsgemeinschaft mit dem Namen „Umwelt-, Natur- und Tierschutz“ (UNT) gegründet. Anlass war ein gemeinsamer Ausflug per Boot vom Ruder-Club Plaue über den Breitlingsee zur Insel, bei dem die Teilnehmenden die geschützten Biotope und die ehrenamtliche Pflegearbeit vor Ort kennenlernten.
Vernetzung mit bestehenden Umweltvereinen
Sprecher Mathieu-Pascal Rudolph und einige jüngere Mitglieder der Gruppe erklärten, sie wollen die bereits bestehenden Kontakte zu lokalen Organisationen wie der Ortsgruppe Brandenburg/Stadt der NaturFreunde sowie zur Naturfreundejugend Brandenburg ausbauen. Ziel ist es, gemeinsam Projekte zu planen und praktische Pflegeeinsätze zu unterstützen.
Begleitet wurde die Führung auf dem gut beschilderten Rundweg von Michael Weggen, dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins Naturschutz Brandenburg, sowie weiteren Naturfreunden. Thema der Runde waren unter anderem die bewegte Geschichte der Insel, die dortigen Biotope, exotische Gehölze sowie die Schlafplätze der Kormorane und das Wasservogel-Schongebiet.
- Ort: Insel Buhnenwerder, Breitlingsee
- Teilnehmende: 8 AG-Mitglieder
- Begleitung: Naturschutzverein und Naturfreunde
Die AG zeigte sich beeindruckt von dem zeitlichen Aufwand und dem Enthusiasmus, mit dem die Pflege der Insel seit Jahren ehrenamtlich getragen wird. Als unmittelbare Folge dieser Eindrücke boten die Linken spontan Unterstützung bei der nächsten „Aktion Parkpflege” an — ein Schritt, der praktische Mitwirkung über reine Verbändekooperation hinaus bedeutet.
| Datum | Mitglieder | Aufrufe des Artikels | Ort |
|---|---|---|---|
| 15.07.2026 | 8 | 739 | Buhnenwerder (Breitlingsee) |
Die Gründung einer solchen AG innerhalb einer Partei folgt einem bundesweiten Trend: Politische Akteure versuchen vermehrt, Naturschutzthemen institutionell zu verankern und zugleich lokale Ehrenamtliche stärker einzubinden. Für die Insel Buhnenwerder könnte dies bedeuten, dass künftige Pflege- und Informationsangebote intensiver koordiniert werden und politische Unterstützungsstrukturen für den Schutz sensibler Biotope verfügbarer werden.
Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen, dass parteinahe Initiativen die Unabhängigkeit lokaler Naturschutzarbeit respektieren müssen, um die breite Akzeptanz in der Bevölkerung nicht zu gefährden. Konkrete Projekte und die Teilnahme an Aktionen wie der Parkpflege werden zeigen, ob die neue AG tatsächlich dauerhafte Kooperationen etablieren kann oder zunächst vor allem symbolische Bedeutung hat.
Die Gründung dokumentiert jedenfalls, dass sich jüngere Mitglieder der Partei aktiv mit praktischen Naturschutzaufgaben auseinandersetzen und dabei den Schulterschluss mit etablierten Vereinen suchen. Ob daraus mehrjährige Projekte oder nur punktuelle Einsätze entstehen, bleibt offen — entscheidend wird die Ausgestaltung künftiger Zusammenarbeit sein.