Rauchentwicklung in Sax: Heuhaufen erneut in Brandgefahr
Am Montagnachmittag wurde der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen eine starke Rauchentwicklung aus einem Heuhaufen auf der Gmeinewis in Sax gemeldet. Die zuständige Feuerwehr rückte umgehend aus und konnte die Rauchentwicklung rasch eindämmen und den Heuhaufen ablöschen.
Die Kantonspolizei St.Gallen (Kapo SG) erklärt die Ursache als Folge des vorangegangenen Einsatzes: Am vergangenen Samstag hatte in Sax eine Scheune gebrannt. Während der Löscharbeiten war Heu aus dem Gebäude gebracht worden. "Gemäss jetzigen Erkenntnissen handelte es sich dabei um Heu, das während des Feuerwehreinsatzes beim Scheunenbrand aus dem Gebäude gebracht worden war", teilt die Kantonspolizei mit.
"Aufgrund von Restwärme, Gärprozessen im Heu sowie den hohen Temperaturen dürfte es zu einer erneuten Rauchentwicklung gekommen sein."
Die Kombination aus verbliebener Hitze im Material, biologischen Gärungsprozessen im Heu und den aktuell hohen Umgebungstemperaturen führt laut Polizeiangaben verstärkt zu Selbstentzündungs- oder Schimmelungsrisiken in gelagertem Heu. Die Einsatzkräfte verhinderten durch das schnelle Eingreifen, dass weiterer Sachschaden entstand. Ebenfalls im Einsatz stand die Kantonspolizei St.Gallen, die den Vorfall dokumentierte.
Was das für Anwohnende und Landwirtinnen bedeutet
- Vorsicht bei gelagertem Heu: Heu, das kürzlich Hitze oder Feuchtigkeit ausgesetzt war, kann Gärprozesse entwickeln und Wärme erzeugen.
- Meldung ungewöhnlicher Rauchentwicklung: Rauch aus Heuhaufen sollte umgehend der Feuerwehr oder Notrufzentrale gemeldet werden, auch wenn zunächst kein offenes Feuer sichtbar ist.
- Prüfen und Umsetzen: Bei Verdacht auf Restwärme sollte Heu gelockert und, wenn möglich, aus offenem Lager entfernt werden, damit Wärme abgeleitet werden kann.
Der Vorfall in Sax zeigt, wie wichtig Nachkontrollen nach Brandeinsätzen sind: Auch ausgeschlossene Brandherde in Gebäuden können in ausgelagertem Material wieder zu Rauchentwicklung führen. Für betroffene Landbesitzerinnen und -besitzer empfiehlt sich in den nächsten Tagen eine verstärkte Kontrolle von gelagertem Futter und Stroh, besonders bei hohen Aussentemperaturen.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| Voriger Samstag | Brand einer Scheune in Sax; Heu während Löscharbeiten aus dem Gebäude gebracht |
| Montag, Nachmittag | Starke Rauchentwicklung an Heuhaufen auf der Gmeinewis; Feuerwehr löscht nach Meldung |
Die Kantonspolizei und die Feuerwehr stehen weiterhin für Abklärungen und Präventionshinweise zur Verfügung. Konkrete Empfehlungen zur Lagerung von Heu und zur Erkennung von Glimmstellen bieten die örtlichen Feuerwehren und die kantonalen Fachstellen.