Martin Wache hat im Juni die Leitung des Bereichs Umweltschutz im Landratsamt Aichach‑Friedberg übernommen. Der 30‑Jährige kehrt damit beruflich in die Region zurück, in der er aufgewachsen ist und lebt. Mit seiner Ernennung geht die Verantwortung für zentrale Themen wie Wasserrecht, Abfallrecht und Naturschutz an einen juristisch ausgebildeten Fachmann, der zuvor sowohl in der Justiz als auch in der Ministerialverwaltung tätig war.
Ausbildung und beruflicher Werdegang
Wache absolvierte sein Jurastudium an der Universität Augsburg und das Referendariat ebenfalls in Augsburg. Nach dem zweiten Staatsexamen im Juni 2021 begann er seine berufliche Laufbahn als Proberichter am Verwaltungsgericht Augsburg. Dort arbeitete er rund zweieinhalb Jahre und vertiefte Kenntnisse im Verwaltungsrecht. Anschliessend war er weitere zweieinhalb Jahre im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration in München tätig, mit dem Schwerpunkt Verfassungsrecht und Wahlen. Diese Stationen vermitteln Erfahrung in behördlicher Rechtsanwendung und in übergeordneten rechtspolitischen Fragestellungen.
Aufgaben und Erwartung an die neue Funktion
Im Landratsamt übernimmt Wache nun die Leitung des Bereichs Umweltschutz und zusätzlich die rechtliche Beratung des Kommunalen Bauwesens. Diese Kombination bedeutet, dass er nicht nur die fachlichen Entscheidungen im Umweltbereich begleiten, sondern auch deren rechtliche Absicherung verantworten wird. In einer Zeit, in der Anforderungen an Umwelt‑ und Naturschutz sowie Wasser‑ und Abfallmanagement wachsen, ist juristische Fachkenntnis für die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben und für die Gestaltung belastbarer kommunaler Regelungen von hoher Bedeutung.
„Ich freue mich sehr auf die neuen und vielfältigen Aufgaben im Landratsamt. Gerade die Themen des Umwelt‑ und Naturschutzes, des Abfall‑ sowie des Wasserrechts sind fachlich äußerst spannend und von großer Bedeutung für die Zukunft unserer Region“, so Wache.
- Leitung des Bereichs Umweltschutz im Landratsamt Aichach‑Friedberg
- Verantwortung für Wasser‑, Abfall‑ und Naturschutz sowie rechtliche Beratung des Kommunalen Bauwesens
- Beruflicher Hintergrund: Proberichter Verwaltungsgericht Augsburg; Mitarbeit im Bayerischen Innenministerium
Einordnung und mögliche Folgen
Die Besetzung mit einem Juristen, der Erfahrung im Verwaltungs- und Verfassungsrecht mitbringt, deutet auf einen Schwerpunkt auf solide Rechtsanwendung und verwaltungsrechtliche Absicherung hin. Auf kommunaler Ebene bedeutet das konkret:
- Präzisere rechtliche Begleitung bei Genehmigungsverfahren für Wassernutzung, Abfallentsorgung und Bauprojekte;
- verstärkte Aufmerksamkeit für die Vereinbarkeit lokaler Maßnahmen mit Landes‑ und Bundesrecht;
- mögliches Augenmerk auf präventive Rechtsberatung, um Konflikte vor Verwaltungsgerichten zu vermeiden.
Da Wache aus der Region stammt und seine gesamte Ausbildung sowie erste Berufsjahre dort absolviert hat, dürfte seine lokale Verwurzelung die Abstimmung mit Gemeinden und Akteuren vor Ort erleichtern. Gleichzeitig bieten seine Ministerialerfahrungen einen Blick für die Schnittstellen zwischen kommunaler Praxis und übergeordneten rechtlichen Vorgaben.
| Jahr / Zeitraum | Station |
|---|---|
| Bis 2021 | Jurastudium und Referendariat, Universität und Ausbildungsorte Augsburg |
| Juni 2021 (2. Staatsexamen) | Beginn als Proberichter, Verwaltungsgericht Augsburg (≈2,5 Jahre) |
| Anschliessend (≈2,5 Jahre) | Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, München (Verfassungsrecht und Wahlen) |
| Seit Juni | Abteilungsleiter Bereich Umweltschutz, Landratsamt Aichach‑Friedberg |
Privat engagiert sich Wache in Literatur und Sport; solche Interessen können helfen, Nähe zur Bevölkerung zu halten und fachliche Arbeit mit kommunikativer Offenheit zu verbinden. Insgesamt bringt der neue Abteilungsleiter eine Kombination aus regionaler Verwurzelung und verwaltungsjuristischer Professionalität mit, die für die anstehenden Aufgaben im Umweltbereich der Region relevant ist.