Entgleisung nahe Freiburger Hauptbahnhof legt wichtige Verkehrsachse lahm
Bei einer Rangierfahrt in der Nähe des Freiburger Hauptbahnhofs ist am Mittwoch ein Zug aus den Gleisen gesprungen. Die Folge: Die bedeutende Rheintalstrecke wurde beidseitig gesperrt. Nach Angaben der Bundespolizei wurden gegen einen Mitarbeitenden der Deutschen Bahn Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Laut Polizei befanden sich keine Reisenden im Rangierzug; verletzt wurde niemand.
Die Bahnarbeiten vor Ort ziehen sich den Behörden zufolge voraussichtlich bis in die Nacht hin. Wie lange die Sperrung andauern wird, blieb zunächst offen. Reisende werden gebeten, ihre Verbindungen vorab zu prüfen.
„Wie lange die Sperrung andauert, ist bislang unklar.“
Der Vorfall wirkt sich vor allem auf den Fernverkehr aus. Die Deutsche Bahn leitet betroffene Fernzüge über den Güterbahnhof Freiburg um; als Ersatzhalt dient vorübergehend der Bahnhof Denzlingen. Zudem hat die Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Freiburg und Denzlingen sowie Bad Krozingen eingerichtet. Trotz dieser Massnahmen kommt es laut Bahn zu mehreren Ausfällen. Die S-Bahnen verkehren gemäss Angaben weitgehend planmässig, können aber einzelne Verspätungen aufweisen.
Was Pendlerinnen und Reisende jetzt wissen müssen
- Prüfen Sie vor Antritt Ihre Verbindung online oder über die DB-/SBB-Apps.
- Planen Sie bei Verbindungen über Freiburg zusätzliche Zeit ein; Ersatzbusse können längere Fahrzeiten bedeuten.
- Beachten Sie, dass einige Fernzüge ersatzweise in Denzlingen halten statt in Freiburg Hauptbahnhof.
Die Bundespolizei machte zunächst keine näheren Angaben zu den Umständen, die zur Entgleisung führten, und begründete dies mit laufenden Ermittlungen. Die Tatsache, dass gegen einen Bahnmitarbeitenden ermittelt wird, deutet darauf hin, dass die Behörden einen möglichen personellen Fehler oder eine betriebliche Missachtung überprüfen. Solche Untersuchungen zielen darauf ab, Ursachen zu klären und Verantwortlichkeiten festzustellen, bevor der Regelbetrieb wiederaufgenommen wird.
| Betroffene Strecke | Massnahmen | Hinweis |
|---|---|---|
| Rheintalstrecke südlich Freiburg | Beidseitige Sperrung, Umleitung über Güterbahnhof, Ersatzbusse | Fernverkehr beeinträchtigt; S-Bahn mit Verspätungen |
Für Pendlerinnen und Pendler im Kanton Freiburg ist die Sperrung insbesondere in den Abendstunden relevant: Verzögerungen und Ausfälle können die Heimreise verlängern. Wer auf Verbindungen Richtung Basel oder Zürich angewiesen ist, sollte Alternativrouten prüfen oder auf Fernbusse ausweichen. Die Angaben in diesem Bericht beruhen auf den bisherigen Mitteilungen der Bundespolizei und der Deutschen Bahn; weitere Details werden erwartet, sobald die Ermittlungen und Bergungsarbeiten vor Ort abgeschlossen sind.