Was die Darstellung zeigt
Die Visualisierung bildet den öffentlichen Verkehr der Schweiz für einen einzigen Tag ab: den Montag, 2. März 2026. Als Basis dient der offiziellen GTFS-Fahrplandatensatz der SBB, der die Verbindungen des schweizerischen Fahrplanverbunds enthält. Aus den gelieferten Daten wurden die einzelnen Bewegungen sämtlicher Fahrzeuge entlang ihrer Liniengeometrien animiert.
Die Datenlage in Zahlen
Zur Grundlage der Animation gehören grosse Datensätze, die die zeitliche und räumliche Abfolge des Verkehrs wiedergeben:
- Rund 215'000 einzelne Fahrten sind im Datensatz enthalten.
- Diese Fahrten wurden über etwa 1,7 Millionen Streckenabschnitte animiert.
- Für rund 4'500 Abschnitte fehlten detaillierte Liniengeometrien; hier wurde eine Direktverbindung zwischen Stationen als Ersatz gezeichnet.
| Merkmal | Zahl |
|---|---|
| Einzelne Fahrten | 215'000 |
| Animierte Streckenabschnitte | 1,7 Millionen |
| Fehlende Geometrien | 4'500 |
Wie die Bewegung berechnet wird
Jedes Fahrzeug folgt nicht einer geraden Verbindung zwischen zwei Haltestellen, sondern der im GTFS-Datensatz hinterlegten Liniengeometrie, den sogenannten «Shapes». Diese Geometrie besteht aus GPS-Koordinaten, die in kurze Abschnitte unterteilt werden. Jedem Teilstück wird auf Basis des Fahrplans ein Zeitfenster zugeordnet, sodass die Position eines Fahrzeugs über die Fahrt proportional interpoliert wird: Ein Zug, der um 08:00 Uhr abfährt und um 09:00 Uhr ankommt, befindet sich nach 30 Minuten an der Hälfte seiner Route.
Warum die Visualisierung auch ausserhalb der Schweiz sichtbar ist
Der Datensatz enthält bewusst Abschnitte, die über die Landesgrenzen hinausreichen. Angezeigt werden Streckenabschnitte, deren Endpunkte in einem geografischen Rechteck liegen: Breite 43–52° Nord und Länge 3–17° Ost — grob von Norditalien bis Süddeutschland und von Frankreich bis Österreich. Das hat zwei Effekte:
- Grenzüberschreitende Verbindungen (etwa Basel–Freiburg oder Genf–Lyon) erscheinen in der Darstellung in dem für die Schweiz relevanten Abschnitt.
- Vereinzelt werden auch Abschnitte gezeigt, die geografisch innerhalb des Rechtecks liegen, obwohl die dazugehörige Linie nicht durch die Schweiz führt.
Was in der Darstellung fehlt
Wichtig für die Beurteilung der Visualisierung ist, was der SBB-GTFS-Datensatz nicht abbildet: Ausländische Verkehrsunternehmen, die nicht im schweizerischen Fahrplanverbund integriert sind, tauchen weitgehend nicht auf. Ebenfalls nicht enthalten sind Fahraufträge auf Abruf wie Anrufbusse, Taxi-ähnliche Dienste oder private Kurierfahrten. Diese Lücken begrenzen die Vollständigkeit der Darstellung, insbesondere in Grenzregionen und auf weniger frequentierten Verbindungen.
Folgen und Nutzbarkeit
Die Animation bietet einen schnellen Überblick über Dichte und Rhythmus des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz an einem typischen Werktag. Für Planende und interessierte Fahrgäste ist sie nützlich, um Spitzenzeiten, zentrale Knotenpunkte und grenzüberschreitende Muster zu erkennen. Zugleich muss sie mit Vorsicht interpretiert werden: Die Visualisierung ist eine fahrplangestützte Rekonstruktion, keine Echtzeit-Abbildung und sie unterschätzt Angebote, die im Datensatz nicht erfasst sind.
Für vertiefte Auswertungen oder konkrete Reiseentscheidungen bleibt der Blick in aktuelle Fahrpläne und Live-Auskunftssysteme unabdingbar.