Abschluss auf Schloss Waldegg: Einstieg in eine verantwortungsvolle Aufgabe
Auf Schloss Waldegg in Feldbrunnen wurden am 9. Juli 2026 insgesamt 15 Absolventinnen und Absolventen des kantonalen Jagdlehrgangs feierlich in den Kreis der aktiven Jägerinnen und Jäger aufgenommen. Regierungsrätin Sibylle Jeker überreichte den Teilnehmenden die Jagdfähigkeitsausweise; im Bild war auch Jagdverwalterin Silvia Nietlispach anwesend.
Der Lehrgang dauerte 18 Monate. Er schliesst mit einer Prüfung ab, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Damit haben die neuen Jägerinnen und Jäger die formellen Voraussetzungen, um ihre Kenntnisse in Feld und Wald anzuwenden.
Inhalte der Ausbildung und Prüfungsanforderungen
Die Ausbildung im Kanton Solothurn legt Wert auf fachliche Breite und praktische Sicherheit. Zu den geprüften Fächern gehörten unter anderem:
- Wildtierbiologie
- Jagdliche Praxis
- Gesetzeskunde
- Öffentlichkeitsarbeit
- ein praktischer Jagdparcours zur Prüfung der Schiessfertigkeit und des sicheren Umgangs mit der Waffe
Zudem mussten die Kandidatinnen und Kandidaten mindestens 25 Stunden Hegearbeit nachweisen, also Tätigkeiten zugunsten der Wildtiere und ihrer Lebensräume.
Konkrete Folgen für den Kanton
Mit den neuen Ausweisen treten die Absolventinnen und Absolventen in eine Tätigkeit ein, die über die Ausübung der Jagd hinausgeht. Gemäss Mitteilung des Kantons gehören zu den Aufgaben:
- Regulierung von Wildbeständen
- Schutz von Lebensräumen
- Beitrag zur Begrenzung von Wildschäden
Diese Funktionen betreffen besonders landwirtschaftliche Flächen, Waldränder und Verkehrswege, wo hohe Wildbestände zu Schäden oder Gefährdungen führen können. Die Zulassung neuer, geprüfter Jagdpersonen ist damit auch ein Instrument zur lokalen Konfliktminderung zwischen menschlichen Interessen und Wildtierbeständen.
Zahlen und Fakten im Überblick
| Ort der Feier | Schloss Waldegg, Feldbrunnen |
|---|---|
| Anzahl Absolventen | 15 (1 Frau, 14 Männer) |
| Dauer des Lehrgangs | 18 Monate |
| Geforderte Hegearbeit | mindestens 25 Stunden |
Die Ausbildung zielt nicht nur auf die individuelle Qualifikation, sondern auch auf eine sachgerechte Ausübung der Jagd im öffentlichen Interesse. Für die Bevölkerung bedeutet dies, dass künftig weitere geprüfte Personen in die kantonale Wildbewirtschaftung eingebunden sind.
Welche konkreten Einsätze oder Aufgaben die einzelnen Jägerinnen und Jäger übernehmen, entscheidet sich in der Regel im Anschluss regional und in Absprache mit den Jagdbehörden und lokalen Bewirtschaftern. Die kantonale Mitteilung hebt hervor, dass mit dem Abschluss ein Beitrag zur Sicherung von Lebensräumen und zur Reduktion von Wildschäden erwartet wird.
Für betroffene Landwirtinnen, Grundeigentümer und Verkehrsteilnehmende bleibt wichtig, dass Anliegen zu Wildschäden und Lebensraumschutz weiterhin über die bekannten kantonalen und kommunalen Stellen gemeldet werden. Die neuen Jagdfachkräfte sollen diese Arbeit vor Ort mit dem erworbenen Fachwissen unterstützen.