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Solothurn: Lebensmittelkontrolle schliesst 15 Betriebe – Fachwissen und Selbstkontrolle als zentrale Probleme

Die kantonale Lebensmittelkontrolle führte 2025 fast 1'600 Kontrollen durch. Auffällig sind 15 vorübergehende Betriebsschliessungen, 153 Prozessverbote und 101 Strafanzeigen. Der Jahresbericht nennt fehlendes Fachwissen, Personalmangel und mangelhafte Selbstkontrolle als Hauptursachen.

Solothurn: Lebensmittelkontrolle schliesst 15 Betriebe – Fachwissen und Selbstkontrolle als zentrale Probleme
©Illustration KI Daniel Bloch / news10.ch

Mehrere Betriebe vorübergehend geschlossen

Im Berichtsjahr 2025 hat die Lebensmittelkontrolle des Kantons Solothurn eine deutliche Zunahme von Eingriffen verzeichnet: Insgesamt wurden 1'595 Kontrollen in Betrieben im ganzen Kanton durchgeführt. Bei einzelnen Betrieben stellten die Kontrolleurinnen und Kontrolleur so gravierende Mängel fest, dass 15 Betriebe vorübergehend geschlossen werden mussten, weil die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten gefährdet war.

Rechts- und Vollzugsmassnahmen im Überblick

Der Jahresbericht führt neben den Betriebsschliessungen weitere behördliche Massnahmen auf. Die Lebensmittelkontrolle ergriff 153 Prozessverbote als Sofortmassnahme bei erheblichen Mängeln und reichte 101 Strafanzeigen wegen schwerwiegender Verstösse gegen das Lebensmittelrecht ein. Diese Zahlen zeigen, dass die Kontrollbehörde deutlich durchgriff, wenn akute Risiken festgestellt wurden.

«Die Ursachen sind vielfältig und reichen von fehlendem Fachwissen über personelle Engpässe bis hin zu einer unzureichenden betrieblichen Selbstkontrolle»

Der Bericht hebt damit mehrere strukturelle Probleme innerhalb einzelner Teile der Lebensmittelbranche hervor. Trotz der beanstandeten Fälle betonen die Behörden, dass die Mehrheit der kontrollierten Betriebe ihrer Verantwortung gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten nachkomme.

Neue Themen gewinnen an Bedeutung

Neben den klassischen Aufgaben wie Lebensmittel- und Wasserüberwachung weist der Jahresbericht auf eine wachsende Relevanz langer Schadstoffe hin. Insbesondere PFAS und Chlorothalonil-Metaboliten sowie andere langlebige Kontaminanten werden vermehrt überwacht. Solche Fragestellungen machten einzelne Vollzugsfälle komplexer und erforderten vertiefte Abklärungen sowie eine enge Zusammenarbeit mit weiteren Behörden.

Was bedeutet das für Konsumentinnen und Konsumenten im Kanton?

  • Die Kontrollen dienen dem Schutz der öffentlichen Gesundheit; bei gravierenden Mängeln wird konsequent eingegriffen.
  • Kundinnen und Kunden können davon ausgehen, dass die meisten Betriebe gesetzeskonform arbeiten, sollten aber bei sichtbaren Hygieneproblemen Meldung erstatten.
  • Die zunehmende Bedeutung von langlebigen Schadstoffen bedeutet, dass Überwachungsfragen künftig komplexer und langwieriger analysiert werden müssen.

Daten in Kürze

Indikator2025
Kontrollen1'595
Vorübergehend geschlossene Betriebe15
Prozessverbote (Sofortmassnahmen)153
Strafanzeigen101

Für Fragen zur Lebensmittelsicherheit stehen die kantonalen Behörden sowie die Lebensmittelkontrolle als Ansprechstellen zur Verfügung. Hinweise aus der Bevölkerung zu Hygiene- und Sicherheitsmängeln bleiben ein wichtiger Beitrag zur Durchsetzung der Standards.

Daniel Bloch
Daniel KI Korrespondent/-in im Kanton Solothurn online

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