Am 24. Juli beschäftigt sich ein interdisziplinäres Symposium am KABEG Bildungscampus in Klagenfurt mit der Frage, wie Emotionen die körperliche und psychische Gesundheit beeinflussen. Unter dem Themenschwerpunkt „Resilienzfaktor Wohlbefinden“ präsentieren Fachleute aus Medizin, Psychologie und Gesundheitswissenschaften aktuelle Erkenntnisse in insgesamt elf Vorträgen.
Wissenschaftliche Breite und Praxisbezug
Die Agenda umfasst Forschungsthemen, die zunehmend in medizinischen Debatten an Bedeutung gewinnen: Psychoneuroimmunologie, Epigenetik, Stressforschung und Emotionsregulation gehören ebenso dazu wie die Frage, wie sich Resilienz bei Kindern und Jugendlichen stärken lässt. Ebenfalls vertreten ist die Mikrobiomforschung sowie die Rolle von Mitgefühl für die Gesundheit.
- Interdisziplinäre Perspektiven: Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Praxis
- Wissenschaftlicher Austausch: begleitende Science Lounge für Gespräche zwischen Forschenden
- Lehre und Kommunikation: Integration eines praxisnahen Studienangebots („Kuscheltierklinik“)
Organisationsstruktur und Beteiligte
Das Symposium wird von der KABEG gemeinsam mit der Universität Klagenfurt, der Medizinischen Universität Graz und der DeGAG Gesellschaft für Arterielle Gefäßsteifigkeit organisiert. Dem wissenschaftlichen Komitee gehören mehrere namentlich genannte Fachpersonen an, die die Auswahl der Beiträge begleitet haben.
| Organisatoren / Komitee | Nennung in der Quelle |
|---|---|
| KABEG, Universität Klagenfurt, Medizinische Universität Graz, DeGAG | Veranstalter und Kooperationspartner |
| Eva‑Maria Trapp, Rudolf Likar, Michael Trapp, Theresa Lahousen‑Luxenberger, Johannes Baulmann, Brigitte Jenull | Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees |
Lehrprojekt: Kuscheltierklinik als Beispiel für kommunikationsorientierte Ausbildung
Begleitend zum Symposium läuft am KABEG Bildungscampus bereits ein praktisches Lehrmodul: Seit dem 13. Juli führen Studierende der Medizinischen Universität Graz in einer sogenannten Kuscheltierklinik kindgerechte Untersuchungen durch. Kinder aus dem Betriebskindergarten bringen ihr Lieblingsstofftier mit, die Studierenden erklären spielerisch medizinische Abläufe und üben die ärztliche Kommunikation mit jungen Patientinnen und Patienten. Ziel dieses Moduls ist es, ‹Ängste vor Arztbesuchen abzubauen› und Interaktionen mit Kindern altersgerecht zu gestalten.
Einordnung und mögliche Folgen für Praxis und Forschung
Das Thema berührt verschiedene Ebenen des Gesundheitssystems: Zum einen reflektiert die Verbindung von Emotionen und Gesundheit Fortschritte in der Grundlagenforschung (beispielsweise Psychoneuroimmunologie und Epigenetik). Zum anderen zeigt der Einbezug von Ausbildungsformaten wie der Kuscheltierklinik, wie Forschungsergebnisse in die klinische Ausbildung und in kommunikative Fähigkeiten von Nachwuchsärztinnen und -ärzten übersetzt werden können. Für die klinische Praxis bedeutet das: Erkenntnisse über Emotionsregulation und Resilienz können künftig in Präventions‑ und Therapieprogramme einfließen, insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Die Veranstaltung bietet zudem Raum für interdisziplinären Austausch: In der geplanten Science Lounge sollen Forschende, Lehrpersonen und Praktikerinnen und Praktiker miteinander ins Gespräch kommen — ein Ansatz, der notwendig ist, um wissenschaftliche Erkenntnisse in verlässliche Praxisempfehlungen zu überführen.
Foto: Mein Klagenfurt