Lehrabschlüsse in Thun: Bedeutung für Baustellen und Arbeitgeber
Auf dem Expo-Gelände in Thun hat der Berner Baumeisterverband die Abschlusszeugnisse an die erfolgreichen Lernenden aus sieben verschiedenen Bauberufen überreicht. An der Feier nahmen nach Angaben des Verbandes mehr als 700 Gäste teil, die damit die Leistungen der jungen Berufsfachleute würdigten. Die Veranstaltung rückt die unmittelbar verfügbaren Fachkräfte für die regionale Bauwirtschaft in den Fokus.
„Die diesjährige Lehrabschlussfeier stellte die jungen Berufsleute ins Zentrum“, teilt der Berner Baumeisterverband mit.
Die Abschlüsse betreffen vor allem handwerkliche Berufe, die auf den Baustellen des Kantons Bern und in der Region Thun dringend benötigt werden. Auffällig sind die hohen Zahlen bei den Maurer- und Strassenbauer-Lehrgängen, die traditionell eine tragende Rolle für lokale Bauprojekte spielen.
Wer hat abgeschlossen – ein Überblick
Aus den verfügbaren Angaben ergibt sich folgender Überblick über die bestandenen Qualifikationsverfahren:
- 77 Maurerinnen und Maurer
- 46 Strassenbauerinnen und Strassenbauer
- Weitere EFZ- beziehungsweise EBA-Abschlüsse in Grundbau und Industrie- und Unterlagsbodenbau
| Beruf | Anzahl |
|---|---|
| Maurer/in | 77 |
| Strassenbauer/in | 46 |
| Grundbauer / Industrie- & Unterlagsbodenbauer | mehrere |
Für besonders herausragende Prüfungsleistungen wurden einzelne Absolventinnen und Absolventen mit dem Hugo-Lutz-Preis ausgezeichnet. Unter den Geehrten ist auch ein Lernender mit Thuner Bezug: Noa-Leandro inäbnit von der Frutiger AG, Bauunternehmung, Thun, erreichte bei den Maurern eine Note von 5.5 und gehört damit zu den Besten.
Konsequenzen für die Region Thun
Die neuen Fachkräfte sind unmittelbar auf dem regionalen Arbeitsmarkt verfügbar und werden Baustellen in und um Thun stärken. Arbeitgeber können kurzfristig auf ausgebildete Kräfte zurückgreifen; langfristig ist die Nachwuchssicherung für die lokale Infrastruktur, Wohnungsbauten und Strassenprojekte zentral. Die Präsenz von mehr als 700 Gästen zeigt zudem, dass Betriebe, Familien und Verbände die Bedeutung beruflicher Ausbildung in der Region aktiv unterstützen.
Für die Öffentlichkeit und Auftraggeber in der Region bedeutet dies: Projekte, die qualifizierte Handwerkerinnen und Handwerker voraussetzen, können weiterhin umgesetzt werden, sofern die Nachfrage den Markt nicht übersteigt. Die Anerkennung der Spitzenleistungen durch Preise wie den Hugo-Lutz-Preis trägt dazu bei, fachliche Qualität sichtbar zu machen und Ausbildungsberufe attraktiv zu halten.
Abschliessend dokumentiert die Feier auf dem Expo-Gelände, dass die Bauberufe in der Region Thun eine stabile Basis an Nachwuchskräften vorweisen können – ein wichtiger Faktor für die Versorgung mit Wohnraum und die Realisierung öffentlicher Bauvorhaben.