Einsatzkräfte sichern betroffenen Bereich am Bodensee
Im Arboner Hafen ist am Freitagnachmittag eine bislang unbekannte Menge Treibstoff in den Bodensee gelangt. Kurz nach 16 Uhr wurden die Stützpunktfeuerwehren Arbon, Romanshorn und Kreuzlingen alarmiert. Rund 30 Angehörige der Feuerwehr errichteten laut Einsatzmeldung eine etwa 300 Meter lange Ölsperre, um eine weitere Ausbreitung auf dem See zu verhindern.
Methoden und beteiligte Stellen
Die Arbeiten wurden durch die Seerettung Arbon unterstützt, die mit einem Einsatzboot auf dem Wasser war. Zudem waren in der Anfangsphase ein Boot der Seepolizei sowie eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau vor Ort. Ein Vertreter des Amts für Umwelt des Kantons Thurgau sowie der kantonale Fischereiaufseher begleiteten die Massnahmen.
- Ölsperre: rund 300 m Länge
- Feuerwehreinsatz: rund 30 Personen
- Spezialgerät: mobiler Ölabscheider zum Absaugen des Treibstoffs
- Hafenbetrieb: Teile des Hafens abgesperrt, mehrere Dutzend Boote betroffen
Auswirkungen auf Hafen und Schifffahrt
Der Hafen Arbon gehört mit etwa 650 Liegeplätzen und 30 Gästeplätzen zu den grösseren Anlagen am Schweizer Bodenseeufer. Infolge der Absperrungen können derzeit zahlreiche Boote nicht bestiegen oder auslaufen. Die Kursschifffahrt auf dem Bodensee ist gemäss Meldung nicht betroffen.
Aussichten und offene Fragen
Am Einsatzort war am Ufer ein intensiver Treibstoffgeruch wahrnehmbar. Ein mobiler Ölabscheider soll das verunreinigte Wasser aufnehmen und den Treibstoff vom Wasser trennen; die Arbeiten werden voraussichtlich die ganze Nacht andauern und dürften frühestens am Samstagmittag abgeschlossen sein. Zur Ursache des Austritts liegen bislang keine Angaben vor, und auch die Folgen für Wasserflora und -fauna sind noch nicht abschätzbar.
"Die Ursache für den Treibstoffaustritt ist derzeit noch unklar."
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Alarmierung | Freitag, kurz nach 16 Uhr |
| Beteiligte | Feuerwehren Arbon, Romanshorn, Kreuzlingen; Seerettung Arbon; Seepolizei; Kantonspolizei TG; Amt für Umwelt; Fischereiaufseher |
| Massnahmen | 300 m Ölsperre, mobiler Ölabscheider, Absperrungen |
Für Bootsbesitzer und Besucher des Hafens bedeuten die Sperrungen Einschränkungen beim Zugang zu ihren Liegeplätzen. Behörden raten, den abgesperrten Bereich zu meiden und Hinweise der Einsatzkräfte zu befolgen, bis die Schadstoffbeseitigung abgeschlossen ist und die Wasserqualität beurteilt werden kann.