Langfristige Lösung für wachsende und elektrifizierende Busflotte
Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben für ihre wachsende Busflotte eine langfristige Lösung gefunden: Ab Mitte 2030 sollen VBZ-Busse in einem neuen Depot in Spreitenbach unterkommen. Die Stadt Zürich hat dafür einen Mietvertrag mit einer privaten Investorin abgeschlossen. Die Garage ist noch nicht gebaut; die VBZ mieten die Anlage dennoch vorab, um Planungssicherheit zu erhalten.
Die Entscheidung folgt auf eine Suche nach geeigneten Standorten, nachdem sich bestehende, von Dritten betriebene Garagen in Dietikon und Bergdietikon als ungeeignet für eine Umstellung auf Elektrobetrieb erwiesen hätten. Eine Ertüchtigung dieser Standorte sei «aus baulichen und vertraglichen Gründen nicht möglich», teilte die Stadt mit.
„Nach jahrelanger Suche ist nun ein geeigneter Standort gefunden worden.“
Finanzielle und technische Eckdaten
Der Mietvertrag sieht eine jährliche Belastung der Stadtkasse von 1,18 Millionen Franken vor. Die Laufzeit beträgt mindestens 40 Jahre mit einer Option auf Verlängerung um weitere 10 Jahre. Das Depot soll Platz für rund 50 Busse bieten; alle Abstellplätze werden mit einer Ladeinfrastruktur vorbereitet, um die schrittweise Umstellung auf Elektrobetrieb zu ermöglichen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Geplanter Betriebsbeginn | Mitte 2030 |
| Jährliche Miete | 1,18 Mio. CHF |
| Kapazität | rund 50 Busse |
| Mietdauer | min. 40 Jahre (+10 Jahre Option) |
Auswirkungen für den Kanton und Pendler
Für die Stadt Zürich und den Kanton hat der Entscheid mehrfache Bedeutung. Einerseits schafft die Lösung Platz für die wachsende Busflotte der VBZ. Andererseits ist sie ein konkreter Schritt zur Erreichung der kommunalen Klimaziele, indem sie die technische Voraussetzung für Elektrobusse schafft. Für Pendler im Limmattal und angrenzenden Regionen dürfte sich auf den Liniennetzebenen kurzfristig nichts ändern; langfristig kann eine elektrifizierte Flotte aber zu leiseren, lokal emissionsärmeren Verkehren führen.
Die Finanzierung über einen langfristigen Mietvertrag bindet die Stadtkasse über Jahrzehnte. Der Stadtrat und der Verkehrsrat des Kantons Zürich haben die jährlichen Mietkosten in der genannten Höhe bewilligt. Damit ist die Bereitstellung der Abstellflächen für die VBZ formal gesichert, während der Bau durch eine private Investorin erfolgen soll.
Offene Punkte und Planungsschritte
- Bauzeitplan und konkrete Baugesuche der Investorin sind noch abzuwarten, da die Garage noch nicht erstellt ist.
- Die Umsetzung der Ladeinfrastruktur und der technische Ausbau für Elektrobusse erfordern weitere Detailplanung zwischen VBZ und Investorin.
- Konkrete Auswirkungen auf Personal, Betriebskosten und Linienkonfiguration sind noch nicht bekannt;
Für Anwohnende und Pendler bleiben damit vorerst zwei zentrale Fragestellungen: Wie wird der Baustellenbetrieb organisiert, und wann sind die Vorteile der Elektrifizierung in Form ruhigerer und emissionsärmerer Verkehre spürbar? Konkrete Antworten erwarten Verkehrsbetriebe und Öffentlichkeit in den kommenden Planungsphasen und Baueingaben.