Hauptwerkstatt soll fit für die nächsten Jahrzehnte werden
Das Areal der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) an der Luggwegstrasse in Zürich-Altstetten steht vor einer umfassenden Neuplanung. Die bestehenden Gebäude, die überwiegend aus den 1970er- und 1990er-Jahren stammen, weisen nach Angaben der Stadt einen «erheblichen Instandsetzungs- und Anpassungsbedarf» auf. Gleichzeitig erhöhen sich durch die Erweiterung von Angebot und Fahrzeugflotte sowie anstehende Revisionszyklen die betrieblichen Anforderungen an den Standort.
Mit einer neu ausgeschriebenen Teilstudie (Teilprojekt 3b) soll nun untersucht werden, wie die Gesamtinstandsetzung und die Erweiterung des Hauptgebäudes mit Zentralwerkstatt sowie der Neubau eines Bahndienstzentrums mit Werkhof für Grün Stadt Zürich (GSZ) realisiert werden können. Zudem ist die Integration eines Fernwärmespeichers für das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) vorgesehen. Die Ergebnisse der Studie sollen in einem Masterplan für das gesamte Areal zusammengeführt werden.
Die Planungsarbeiten gliedern sich aufgrund der Komplexität in mehrere Teilprojekte. Ein bereits 2022 vergebener Planerauftrag für den Bereich Gleisdreieck rund um den sogenannten Silberwürfel (Teilprojekt 3a) befindet sich in Bearbeitung und soll voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen werden. Teilprojekt 3b wird nun ausgelobt, da für die Gesamtinstandsetzung und ergänzende Neubauten spezifische Generalplanungs- und Fachkompetenzen notwendig sind.
Was das für die Stadt und Nutzerinnen und Nutzer bedeutet
Die Modernisierung des VBZ-Areals hat mehrere praktische Konsequenzen für die Bevölkerung und die städtische Infrastruktur:
- Langfristige Sicherung der Betriebs- und Revisionskapazitäten für Tram und weitere Fahrzeuge.
- Schaffung zusätzlicher Depot- und Werkstattflächen, um den wachsenden Fahrzeugpark zu bewältigen.
- Möglichkeit zur Integration städtischer Dienste (etwa Grünpflege) und energetischer Infrastruktur wie Fernwärmespeichern.
Für Fahrgäste bedeutet das mittelfristig stabilere und robustere Betriebsabläufe; für das Personal bessere Arbeitsbedingungen durch modernisierte Werkstattflächen. Gleichzeitig sind während der Bau- und Umstellungsphasen temporäre Einschränkungen bei Depotnutzungen und Materialflüssen nicht auszuschliessen, was zu Planungs- und Koordinationsaufwand führen wird.
Gesuchte Kompetenzen und Zeitplan
Die Stadt sucht für das Teilprojekt 3b Generalplanungsbüros, die architektonisch, bautechnisch und organisatorisch kompetent arbeiten und Kosten- sowie Terminvorgaben einhalten können. Ziel ist, die Erkenntnisse anschliessend in einen verbindlichen Masterplan für das Areal einzubringen. Die Bearbeitung des aktuell laufenden Teilprojekts 3a bis Herbst 2026 bildet dabei eine Vorstufe für die anschliessenden Schritte.
| Element | Status / Zeithorizont |
|---|---|
| Bestehende Gebäude | Aus den 1970er/1990er-Jahren, sanierungsbedürftig |
| Teilprojekt 3a (Gleisdreieck) | In Bearbeitung, Abschluss voraussichtlich Herbst 2026 |
| Teilprojekt 3b | Ausgeschrieben: Gesamtinstandsetzung & Erweiterung Hauptgebäude |
| Ziel | Masterplan für das gesamte VBZ-Areal |
Die geplante Modernisierung zeigt, dass die Stadt Zürich die Verkehrsinfrastruktur aktiv an den steigenden Bedarf anpassen will. Wichtig bleibt, dass die Bauphasen so koordiniert werden, dass der Tram- und Verkehrsalltag in der Stadt möglichst wenig beeinträchtigt wird und die künftigen Investitionen die gewünschte Resilienz und Leistungsfähigkeit bringen.