Integration junger Flüchtender in den Schulalltag
Im Kanton Schwyz haben sich zwei Jugendliche aus der Ukraine in die lokale Schullandschaft eingegliedert. Dariia Harbera (16) besucht die Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon; Kateryna Aleksieienko (15) ist in derselben Region wohnhaft. Beide Mädchen kamen vor mehreren Jahren aus der Ukraine in die Schweiz und mussten hier zunächst eine neue Sprache sowie ein fremdes Schulsystem erlernen.
Die Erfahrungen der beiden Schülerinnen stehen exemplarisch für die Herausforderungen, mit denen viele junge Geflüchtete konfrontiert sind: Sprachbarrieren, der Aufbau sozialer Netzwerke und die Suche nach einer Perspektive in einem neuen Land. Gleichzeitig zeigen ihre Berichte, wie Schulen und Gemeinden beim Integrationsprozess unterstützend wirken können.
Konkrete Ziele und Motivation
Die beiden Jugendlichen betonen ihren Wunsch, sich in die Gesellschaft einzubringen. In eigenen Worten brachte eine der Schülerinnen dies auf den Punkt:
«Möchte einen positiven Beitrag zur Schweizer Gesellschaft leisten»
Dieser Anspruch ist nicht nur eine persönliche Aussage, sondern hat auch praktische Bedeutung: Integration über Bildung erhöht die Chancen auf berufliche Ausbildung, gesellschaftliche Teilhabe und langfristige Stabilität in der Region.
Unterstützung durch Schule und Umfeld
Die Kantonsschule Ausserschwyz ist ein zentraler Anlaufpunkt für sprachliche Förderung und akademische Eingliederung. Für junge Neuankömmlinge bietet die Schule sowohl formelle Unterstützung im Unterricht als auch informelle Hilfen, etwa durch Mitschülerinnen und Mitschüler oder schulische Beratungsangebote. Solche Strukturen sind entscheidend, damit Jugendliche rasch Anschluss finden und ihr Potenzial entfalten können.
- Spracherwerb: Deutschkenntnisse erleichtern den Zugang zu Unterricht und Alltag.
- Soziale Integration: Kontakte in der Schule fördern das Zugehörigkeitsgefühl.
- Perspektiven: Schulische Bildung erhöht die Chancen auf Lehrstellen oder weiterführende Ausbildungen.
Was das für den Kanton bedeutet
Die Präsenz motivierter junger Menschen aus der Ukraine stellt eine Chance dar: Sie kann Fachkräftenachwuchs sichern und die demografische Vielfalt in Gemeinden stärken. Zugleich verlangt sie koordinierte Anstrengungen von Schulen, sozialen Diensten und Gemeinwesen, um passende Förderangebote bereitzustellen. Für Eltern und Lehrpersonen im Kanton bedeutet dies, dass flexible Sprachförderung und gezielte Beratungsangebote weiterhin Priorität haben sollten.
| Name | Alter | Wohnort / Schule |
|---|---|---|
| Kateryna Aleksieienko | 15 | Pfäffikon |
| Dariia Harbera | 16 | Einsiedeln / Kantonsschule Ausserschwyz |
Die Geschichten der beiden Jugendlichen sind ein Hinweis darauf, wie Integration konkret gelingen kann — durch Bildungsangebote, Unterstützung vor Ort und den persönlichen Einsatz der Betroffenen. Für die Gemeinden im Kanton Schwyz bleibt es wichtig, diese Prozesse weiterhin zu begleiten und gezielt Ressourcen bereitzustellen.