In einer Sammelstelle der Schneider Umweltservice AG in Volketswil stehen zwei Holzkisten, in denen nicht nur Papier und Dosen landen, sondern auch scheinbar noch brauchbare Gegenstände: Holzstühle, Plüschtiere, Spielsachen und Küchengeräte. Diese Stücke sollen nicht entsorgt, sondern wieder in Umlauf gebracht werden. Damit startet ein kleines, aber aussagekräftiges Pilotprojekt für mehr Ressourcenschonung und eine praktische Form der Kreislaufwirtschaft.
Wie das System funktioniert
Die Schneider Umweltservice AG sammelt künftig funktionstüchtige Dinge separat. Ein Team des Berner Start-ups Pretty Good holt die Kisten ab, prüft die Gegenstände und führt nötige Reparaturen durch. Anschliessend werden die Artikel wieder angeboten, sodass sie eine zweite Lebensphase bekommen statt als Abfall zu enden.
Warum das Beispiel mehr bedeutet als nur ein zweiter Verkaufskanal
Das Projekt zeigt konkret, wie häufig noch brauchbare Waren im Abfallstrom landen. Indem intakte Produkte separiert und wiederaufbereitet werden, verringert sich nicht nur die Menge an Restmüll, sondern es werden auch Emissionen eingespart, die bei Neuproduktion anfallen. Für Gemeinden, Entsorgungsbetriebe und Start-ups ist das Modell ein Testfeld für skalierbare Lösungen.
„Unser Ziel ist es, die Lebensdauer von Alltagsgegenständen zu verlängern. So fördern wir die Kreislaufwirtschaft und vermindern Emissionen.“
Das Zitat stammt von Jonas Beer, Mitgründer von Pretty Good. Er steht zusammen mit Edison Berisha, Teamleiter bei Schneider Umweltservice, neben den Kisten und beobachtet, wie sich die Füllung rasch erhöht.
- Initiative: Schneider Umweltservice AG (Volketswil)
- Partner: Start-up Pretty Good (Bern)
- Ziel: Verlängerung der Lebensdauer von Gebrauchsgegenständen und Reduktion von Abfall
Praktische Folgen und offene Fragen
Für die Beteiligten ist das Projekt eine Möglichkeit, Prozesse zu erproben: Wie werden Gegenstände erfasst, wer trägt die Kosten für Reparaturen, und wie finden die Artikel eine neue Verwendung? Die Antworten bestimmen, ob das Modell ausgebaut werden kann — etwa in anderen Gemeinden oder bei grösseren Entsorgungsbetrieben.
| Element | Bekannt |
|---|---|
| Sammelort | Volketswil |
| Aktion | Separate Sammlung intakter Gegenstände |
| Partner | Pretty Good (Bern) |
Schon jetzt liefert das Projekt Hinweise auf gesellschaftliche Gewohnheiten: Viele Produkte werden vorzeitig ersetzt, obwohl sie noch funktionieren oder mit geringem Aufwand reparierbar wären. Modelle wie in Volketswil bieten eine praktikable Antwort auf die Frage, wie Konsum und Nachhaltigkeit zusammengebracht werden können — ohne grosse Eingriffe in den Alltag.