Mehr Haushalte trotz konstanter Durchschnittsgrösse
Ende 2025 lebten im Kanton St. Gallen 241'245 Privathaushalte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 1,0 Prozent bzw. +2'397 Haushalten. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse blieb mit 2,2 Personen unverändert gegenüber 2020.
Diese Zahlen stammen aus der kantonalen Auswertung der schweizerischen Bevölkerungsstatistik STATPOP und wurden durch das Amt für Daten und Statistik des Kantons St. Gallen publiziert. Die Daten liegen in Tabellen, Karten und Grafiken vor und erlauben Vergleiche über Gemeinden, Wahlkreise und benachbarte Kantone.
Wie sich Haushalte zusammensetzen
Die Struktur der Haushalte zeigt mehrere stabile Muster, die für Planung und Versorgung relevant sind: Einpersonenhaushalte machen 37,0 Prozent aus, und Haushalte mit zwei Personen liegen bei 33,4 Prozent. In 22,9 Prozent der Haushalte leben Kinder unter 18 Jahren.
- Einpersonenhaushalte: 37,0 %
- Zweipersonenhaushalte: 33,4 %
- Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren: 22,9 %
- Haushalte mit Personen derselben Generation: 66,9 %
Mehrgenerationenhaushalte (drei oder mehr Generationen) bleiben eine Seltenheit und machen nur rund 1,5 Prozent der Haushalte aus. Damit ist der traditionelle Familienverbund in dieser Ausprägung im Kanton wenig verbreitet.
Staatsangehörigkeit in Haushalten
Die Statistik nennt auch die Zusammensetzung nach Staatsangehörigkeit: In 9,4 Prozent der Haushalte leben Personen mit Schweizer und ausländischer Staatsbürgerschaft zusammen. Rein schweizerische Haushalte machen 68,9 Prozent aus, rein ausländische 21,7 Prozent.
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Privathaushalte (Ende 2025) | 241'245 |
| Veränderung zum Vorjahr | +1,0 % (+2'397) |
| Durchschnittliche Haushaltsgrösse | 2,2 Personen |
Wirkung auf Gemeinden, Wohnungsmarkt und Dienste
Ein Anstieg der Haushaltszahl bei gleichbleibender Durchschnittsgrösse bedeutet meist erhöhten Bedarf an Wohnraum, selbst wenn die Bevölkerung insgesamt nur moderat wächst. Für Gemeinden, kantonale Planer und die Wohnungswirtschaft sind solche Entwicklungen bedeutsam: Mehr Einpersonenhaushalte können den Bedarf an kleineren Wohnungen und an altersgerechten Angeboten erhöhen, während Haushalte mit Kindern die Nachfrage nach familiengerechten Wohnungen sowie nach Betreuungs- und Schulangeboten stützen.
Die detaillierten Datensätze in Tabellen, Karten und Grafiken erlauben es Gemeinden, die Entwicklung lokal zu beobachten. Das Amt für Daten und Statistik stellt die Kennzahlen pro Gemeinde und Wahlkreis zur Verfügung; voreingestellt ist der Kanton St. Gallen, andere Gebiete können ausgewählt werden. Zeitreihen von 2012 bis 2025 sind abrufbar, was die Analyse längerfristiger Trends erleichtert.
Für die Bevölkerung und lokale Entscheidträger sind diese Zahlen eine Grundlage, um Fragen von Wohnbauplanung, Infrastruktur, Verkehrserschliessung und sozialer Dienstleistung zu beurteilen. Insbesondere die hohe Quote an Einpersonenhaushalten und der Anteil an Haushalten mit ausländischer Staatsangehörigkeit haben direkte Auswirkungen auf Angebot und Kommunikation öffentlicher Dienste.