Ausbildungserfolg in Seedorf stärkt regionale Landwirtschaft
Am Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri (BWZ) in Seedorf haben 24 Lernende ihre Zweitausbildung zur Landwirtin bzw. zum Landwirt EFZ erfolgreich abgeschlossen und wurden am Anlass der Abteilung Landwirtschaft diplomiert. Die Absolventinnen und Absolventen stammen überwiegend aus Gemeinden des Kantons Uri; einige haben ihren Lebensmittelpunkt in angrenzenden Kantonen.
Besonders hervorgehoben wurde der Prüfungsbeste: Tobias Horat aus Bürglen erreichte mit der Note 5,7 nicht nur die höchste Bewertung unter den Landwirten, sondern stellte zugleich die kantonal höchste Abschlussnote aller Lehrabschlüsse dieses Frühjahrs sicher. Diese Leistung wurde an der Feier ausdrücklich anerkannt.
Konsequenter Ausbildungsweg mit Praxisbezug
In den Ansprachen am Abend wurde die persönliche Leistung jeder und jedes Einzelnen gewürdigt. Mehrfach betonten Rednerinnen und Redner, wie viel Einsatz, Durchhaltewille und Eigeninitiative in den vergangenen drei Jahren nötig waren. Die Ausbildung am BWZ Uri vermittelt nicht nur fachliches Wissen, sondern legt auch Wert auf praktische Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein – Eigenschaften, die in der regionalen Landwirtschaft gefragt sind.
- Anzahl Diplome: 24 Lernende
- Bestnote (kantonal): Tobias Horat, Note 5,7
- Ort der Ausbildung: BWZ Uri, Abteilung Landwirtschaft, Seedorf UR
Wer sind die Absolventinnen und Absolventen?
Die Namen der Abschlussklasse zeigen die Herkunft aus dem Kanton Uri und der näheren Region. Unter den Geehrten sind unter anderem:
- Marvin Arnold, Bürglen UR
- Philipp Arnold, Unterschächen UR
- Pascal Bissig, Isenthal UR
- Ruedi Bissig, Unterschächen UR
- Claudio Gisler, Haldi UR
- Tobias Horat, Bürglen UR (Prüfungsbester)
- Dominik Riedi, Hospental UR (Vertreter der Lernenden)
- u.a.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Absolventen | 24 |
| Ausbildungsort | BWZ Uri, Abteilung Landwirtschaft, Seedorf |
| Kantonale Bestnote | 5,7 (Tobias Horat, Bürglen) |
Regionale Bedeutung und Folgen
Für den Kanton Uri hat dieser Abschlussjahrgang mehrere praktische Auswirkungen: Einerseits füllen die neuen Fachkräfte Stellen in bestehenden Betrieben oder ermöglichen deren Weiterführung; andererseits legen einige Absolventinnen und Absolventen mit der Zweitausbildung Grundlagen, die für den Aufbau oder die Übernahme eigener Höfe entscheidend sind. Die Ausbildung stärkt damit die Versorgungssicherheit und trägt zur Erhaltung bäuerlicher Strukturen in besonders berg- und talgeprägten Regionen bei.
Gleichzeitig sendet die Zahl der Diplomierenden ein Signal an die lokale Agrarbranche: Der Beruf bleibt attraktiv genug, um junge Erwachsene für eine berufliche Laufbahn in der Landwirtschaft zu gewinnen. Das ist relevant für Gemeinden, die auf intakte Hofstrukturen als Bestandteil von Landschaftspflege, regionaler Nahrungsmittelproduktion und kulturellem Erbe angewiesen sind.
Praktische Informationen für Betriebe und Interessierte
Das BWZ Uri bietet weiterführende Ausbildungsgänge und Beratung rund um die landwirtschaftliche Praxis und Berufsbildung. Für Betriebe, die neue Mitarbeitende suchen, sind die Diplomierten potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten. Für interessierte Jugendliche oder Eltern lohnt sich eine direkte Kontaktaufnahme mit der Abteilung Landwirtschaft des BWZ Uri, um Informationen zu Ausbildungsinhalten, Praktikumszeiten und weiteren Qualifikationsmöglichkeiten zu erhalten.
Bei der Feier hielt zudem Dominik Riedi als Vertreter der Lernenden einen Rückblick auf die Ausbildungszeit, der laut Mitteilung lobende und persönliche Töne enthielt und die gemeinsame Erfahrung der letzten drei Jahre zusammenfasste.
Der Abschlussjahrgang 2026 zeigt: Ausbildung in der Landwirtschaft bleibt ein zentraler Pfeiler für die Zukunftsfähigkeit des Kantons Uri – sowohl für die Wirtschaft vor Ort als auch für die Bewahrung regionaler Strukturen.